„Mombeach“: So lief der Sommer am Mainzer Rheinufer

Eigentlich ist das Mainzer Rheinufer in Mombach Naturschutzgebiet. Doch im Laufe der Jahre hat sich der „Mombeach“ eher zu einem Party-Strand entwickelt. Wie die Bilanz für dieses Jahr aussieht.

„Mombeach“: So lief der Sommer am Mainzer Rheinufer

Vor allem an heißen Sommertagen ist das Mombacher Rheinufer ein beliebtes Ausflugsziel. Am „Mombeach“, wie er auch genannt wird, halten sich in Spitzenzeiten dann teilweise mehrere Hundert Menschen auf, die dort unter anderem auch grillen und Partys feiern oder sogar zelten. Doch erlaubt ist das nicht. Denn das Mombacher Rheinufer ist seit 1995 Naturschutzgebiet, in dem es viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten gibt.

Kontrollen angekündigt

Bereits im letzten Sommer wies die Stadt daraufhin, dass es trotz bestehender Informationstafeln und Hinweisschilder immer noch zu „vermehrtem Fehlverhalten“ von Besuchern komme. Dieses hätte inzwischen Ausmaße angenommen, die die Erhaltung und Entwicklung der Lebensräume erheblich gefährdeten. Hierzu zählt die Stadt die Nutzung der Sand- und Wiesenflächen als Liegewiese, die Vermüllung der Landschaft und das Verlassen der Wege.

Deswegen hatte die Stadt Mainz auch für 2021 Kontrollen vor Ort angekündigt. So sollten „wieder dezidiert unangekündigte Kontrollaktionen“ durchgeführt werden, gegebenenfalls gemeinsam mit dem Grün- und Umweltamt. Zugleich müsse aber auch klar sein, dass eine 24/7-Kontrolle des Ordnungsamts im Sommer nicht machbar sei, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung.

Doch wie lief es nun konkret in diesem Sommer am Mombacher Rheinufer? Dazu erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr: „Aufgrund des vergleichsweise milden Sommers liegen dem Ordnungsamt keinerlei Beschwerden und Erkenntnisse zum sogenannten Mombeach vor.“ Dieser sei routinemäßig bestreift worden, ohne dass Maßnahmen wie Platzverweise ergriffen werden mussten.

Demnach hätten auch keine Großkontrollen stattgefunden, zumal auch der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst nach wie vor in großem Maße mit coronabedingten Kontrollen beschäftigt war und ist, so Peterhanwahr.

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