So kam „Mainz bleibt Mainz“ im Netz an

„Mainz bleibt Mainz“ in der Mediathek und im Schatten eines Krieges: Wie kam die besondere Fernsehsitzung an? So reagierten die User in den sozialen Medien.

So kam „Mainz bleibt Mainz“ im Netz an

Bei der traditionellen Fernsehfastnacht „Mainz bleibt Mainz“ war in diesem Jahr alles anders. So wurde die Sendung wegen der Corona-Pandemie wie schon im vergangenen Jahr nicht live ausgestrahlt, sondern vorab aufgezeichnet. Eine weitere Besonderheit: Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine entschied sich das ZDF, die Fastnachtssitzung nicht zur Primetime im TV auszustrahlen. Stattdessen war sie in der Mediathek abrufbar, wo zunächst die Technik allerdings nicht mitspielte. Einige Nutzer hatten keinen Zugriff auf die Sendung. Zeit für eine Bilanz: Wie fanden die User im Netz den „Mainz bleibt Mainz“-Abend?

Kritikwelle wegen Ukraine-Krieg

Der technisch holprige Start der Sendung löste eine Welle an Kritik aus. Zum einen wegen der technischen Probleme an sich. „Größter Schrott die Mediathek von ZDF. Sehr viel gepuffer und hängen bleiben. Ich hab aus gemacht“, schrieb ein User bei Facebook, andere meldeten sich ähnlich zu Wort. Noch viel mehr Kritik erntete das ZDF aber bei Twitter – allerdings wegen eines anderen Themas. Unter dem Tweet, in dem der Sender über die technischen Probleme informierte, drückten viele ihr Unverständnis darüber aus, dass Fastnacht aktuell überhaupt gefeiert wird.

„Die Technik hat mehr Pietät und Anstand als Ihr!“ - Twitter-User

„Wie unpassend während eines Krieges eine unnötige Karnevalsendung zeigen zu wollen“, schrieb ein User in Bezug auf den Krieg in der Ukraine. „Die Technik hat mehr Pietät und Anstand als Ihr! Wie könnt Ihr diesen debilen Mist senden, während gerade Kiew bombardiert wird und Putin Finnland mit Krieg droht?“, fragte ein anderer. Zwischen solchen und ähnlichen Kommentaren sind aber auch Tweets zu finden, die die Entscheidung des ZDF unterstützen: „Bitte bedenken: Die Sendung wurde aufgezeichnet und wurde entgegen der ursprünglichen Planung NICHT im Live TV ausgestrahlt“, heißt es in einem Tweet. „Ich kritisiere auch gerne, ich finde das hier aber nicht verwerflich.“ Mittlerweile hat das ZDF die Kommentarfunktion unter dem Post grundsätzlich deaktiviert. Nur noch wen das ZDF per Verlinkung erwähnt, kann antworten.

Sendung kommt bei Fastnachtsfans gut an

Inhaltlich kam die Sendung bei den meisten Twitter-Usern aber gut an. „Mainz bleibt Mainz mal wieder toll gewesen! Erhard Grom als Protokoller! Hervorragende Leistung. Johannes Bersch als Karl Lauterbach, tolle Imitation“, schreibt ein User. „Mal wieder Weltklasse der große Lars Reichow“, schreibt ein anderer. Vermisst wurde Publikumsliebling Andreas Schmitt als Obermessdiener. Krankheitsbedingt war er lediglich als Sitzungspräsident Teil der Show, in dieser Funktion kam er aber gut an. „Bewegende Schlussworte mit Tränen in den Augen ‘Ich wünsche uns nur eins Frieden auf dieser Welt für alle Zeiten’“, schrieb eine Userin über den Abschluss der Sendung. „Es sind die schwersten Fastnachtstage seit dem zweiten Weltkrieg und meine Seele dankt für ein wenig Abwechslung!“

Die Highlights der Sendung findet ihr hier:

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