Mainz-05-Fans sorgen für Lacher im Netz

Dass Fußballtrikots für Gesprächsstoff unter Fans sorgen, kommt häufiger vor. Doch vier Mainz-05-Fans haben bei einer Fastnachtssitzung mit ihren Trikots nun für viele Lacher gesorgt.

Mainz-05-Fans sorgen für Lacher im Netz

Am Dienstagabend veranstaltete der FSV Mainz 05 seine Benefiz-Fastnachtssitzung im Kurfürstlichen Schloss. Im Saal brachten unter anderem Sven Hieronymus, Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig und Sitzungspräsident Andreas Schmitt als Obermessdiener das Publikum zum Lachen. Auch vier Mainz-05-Fans sorgten am Dienstagabend für Lacher - im Schloss und im Internet. Besser gesagt, ihre Kostüme.

„Sankt Tschüss“, „Schallei“, „Kaischon“

Denn statt der üblichen Spielernamen wie Mateta oder Quaison standen auf den Shirts die Namen „Sankt Tschüss“, „Schallei“, „Kaischon“ und „Schüppemäh“. Doch was hat es damit auf sich? Hinter der Aktion stecken drei Mainz-05-Podcaster, die sich „Die Hinterhofsänger“ nennen (wir berichteten). Zusammen mit Stadion-Kumpel Thomas bildeten sie am Dienstag das närrische Trikot-Quartett. Hinterhofsänger Jan Budde erklärt gegenüber Merkurist: „Wir wollten in diesem Jahr ein Gruppenkostüm mit Meta-Ebene für die 05er-Sitzung. Da wir uns auf unserem Twitter-Account gerne mal über Kommentatoren lustig machen, die die Namen der 05-Spieler falsch aussprechen, kamen wir auf die Idee mit den Trikots.“

Wie Budde beschreibt, machen Fußballkommentatoren aus dem Namen Szalai gerne mal „Schallei“, aus St. Juste „Sankt Tschüss“, aus Quaison wird manchmal „Kaischon“ und Ex-05er Gbamin wurde schon häufiger „Schüppemäh“ ausgesprochen. Also versorgten sich die vier Fans mit alten Trikots zum Schnäppchenpreis und unbeflockten Trikots aus dem Kleiderschrank. „Die Trikots haben wir im Fanshop mit den falsch ausgesprochenen Spielernamen beflocken lassen“, sagt Budde. Das allerdings sorgte für Gesprächsstoff. „Die ersten beiden Trikots wurden im Fanshop an der Opel Arena beflockt, als wir dann die anderen beiden im Altstadt-Fanshop mit Namen versehen lassen wollten, hatten die Mitarbeiter dort schon von den Verrückten gehört, die sich falsche Namen auf die Trikots drucken lassen haben. Sie fanden es offenbar auch witzig.“

„Die Rückmeldungen unter dem ‘Fums’-Post waren fantastisch, das hat uns sehr gefreut.“ - Jan Budde, Hinterhofsänger

Doch nicht nur Sitzungsgäste und Fanshop-Mitarbeiter mussten über die Gaga-Trikots lachen, auch die Macher der Fußball-Satireseite „Fums“ fanden die Idee witzig. Auf ihrem Instagram-Account posteten sie ein Foto der vier Mainz-Fans. Ein User kommentierte „Schüppemäh… Feier ich“, ein anderer schrieb: „Alle original von Béla Réthy, oder?“, eine Anspielung auf ZDF-Kommentator Béla Réthy, der gelegentlich eine eigenwillige Aussprache von Spielernamen pflegt. Budde sagt dazu: „Die Rückmeldungen unter dem ‘Fums’-Post waren fantastisch, das hat uns sehr gefreut.“

Wer nun hofft, die Trikots in „freier Wildbahn“ begutachten zu können, muss sich gedulden. Budde sagt: „Für die Straßenfastnacht ist uns diese Verkleidung doch ein wenig zu kühl. Dafür haben wir uns andere Kostüme überlegt.“ Wenn es die Temperaturen zulassen, dann wollen die „Hinterhofsänger“ die Gaga-Trikots allerdings auch mal in der Opel Arena präsentieren. „Man findet uns im R-Block“, so Budde.

Was die „Hinterhofsänger“ von der 05er-Fastnachtssitzung zu berichten haben, könnt Ihr hier verfolgen. (df)

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