Zoff mit Mainz: Wiesbadener Zugente muss umbenannt werden

Wegen einer Beschwerde aus Mainz muss Wiesbaden kurz vor seinem Fastnachtszug am Sonntag seine Zugente umbenennen. Die Wagenbauer fanden eine kreative Lösung.

Zoff mit Mainz: Wiesbadener Zugente muss umbenannt werden

Kurz vor dem Fastnachtsumzug in Wiesbaden am Sonntag (15. Februar) gibt es Ärger mit den Mainzer Narren: Wie der Wiesbadener Kurier berichtet, muss die Zugente der hessischen Landeshauptstadt kurzfristig umbenannt werden.

Wie auch beim Mainzer Rosenmontagsumzug markiert die „Zugen(d)te“ traditionell das Ende des Wiesbadener Umzugs. Laut Bericht habe sich Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Carneval-Vereins, mit einer Beschwerde auf der anderen Rheinseite gemeldet. Der Grund: Der Schriftzug „Zugen(d)te“ sei markenrechtlich geschützt und dürfe nur in Mainz verwendet werden. Um Ärger zu vermeiden, müsse die Wiesbadener Ente nun bis zum Umzug am Sonntag überarbeitet werden. Die Tierfigur selbst dürfe aber bleiben.

Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Wiesbadener Dachorganisation Dacho und Erbauer der Motivwagen, wird zitiert: „Wir wollen keinen Streit mit den Mainzern und müssen jetzt reagieren. Wir werden den Schriftzug entfernen“. Seit rund 20 Jahren bilde die Figur bereits das Ende des Wiesbadener Fastnachtssonntagszugs, ohne dass sich jemand daran gestört habe.

Kreative Umbenennung

Auf der Suche nach einer Lösung hätten sich die Wagenbauer die Wiesbadener Figur genauer angesehen. Dabei sei aufgefallen, dass das Tier eigentlich gar nicht wie eine Ente aussehe. Die Figur trägt eine Warnweste und Besen – eine Anspielung an die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe, die nach dem Zug aufräumen. Vor allem aber hat sie weiße Federn und kein gelbes Erscheinungsbild, wie die Zugente in Mainz.

Da das Tier in Wiesbaden viel mehr einer Gans ähnele, als einer Ente, werde es nun umbenannt, schreibt Dacho auf Instagram. Künftig wird der letzte Wagen beim Fastnachtssonntagszug in Wiesbaden mitfahren, als die „Gans am End“.