Wissenswertes zum Rosenmontag in Mainz

Wisst Ihr, wie viel ein Schwellkopp wiegt? Oder wie lang die aktuelle Zugstrecke ist? Merkurist hat Wissenswertes zum Rosenmontagszug gesammelt.

Wissenswertes zum Rosenmontag in Mainz

Am 24. Februar findet mit dem Rosenmontagszug der Höhepunkt der Mainzer Straßenfastnacht statt. Doch wie finanziert sich der Zug? Und wie viele Menschen sind dabei? Merkurist hat ein paar Daten und Fakten zum Rosenmontag gesammelt.

Zahlen, Daten, Fakten

Der Rosenmontagszug rollt seit 1838 durch Mainz - und wird seitdem auch vom ältesten Fastnachtsverein, dem Mainzer Carneval Verein (MCV), veranstaltet. Dieses Jahr ist es somit der 118. Zug seit Gründung des Vereins und der 69. Zug seit dem Zweiten Weltkrieg. Seitdem gab es 35 verschiedene Zugstrecken, die heutige besteht seit 1995. Aktuell ist sie 7,2 Kilometer lang und führt in etwa vier Stunden durch die Altstadt. Der Zug an sich ist neun Kilometer lang. 2020 nehmen laut MCV insgesamt 138 Zugnummern mit 162 Wagen sowie Motivwagen und Komitees teil. Darunter sind 2139 Musiker, 50 Reiter und 92 Fahnen- und Schwellkoppträger. Insgesamt sind mehr als 9000 Teilnehmer angemeldet. Der MCV erwartet zudem 500.000 Zuschauer.

Die Motivwagen des Vereins werden direkt nach dem 11.11. geplant und in einer Wagenhalle in Mombach gebaut. Seit 58 Jahren sind daran der Wagenbauer Dieter Wenger (80) und sein Team beteiligt. Elf Motivwagen sind es am Ende, die das politische Geschehen in Mainz, in Deutschland und weltweit auf die Schippe nehmen. Wie sie in diesem Jahr aussehen, seht Ihr hier:

Zuchplakettcher

Um den Rosenmontagszug zu finanzieren, verkaufte der MCV im Jahr 1950 erstmals die Zuchplakettcher. Bis heute wurden mehr als drei Millionen der kleinen Figuren verkauft - quasi als Eintrittskarte für jeden Narren. In diesem Jahr ist es „Das Meenzer Herz“, das es in zwei Versionen, nämlich in Gold und in Rot, gibt. Ein Plakettcher kostet zwischen 5 und 7,50 Euro.

Zug-Ente

Seit 30 Jahren ist sie einer der wichtigsten Wagen beim Rosenmontagszug - die Zug-Ente. Und jedes Jahr aufs Neue stellen sich viele Narren die Frage: Schafft sie dieses Mal die gesamte Zugstrecke? In diesem Jahr ist das nicht so unwahrscheinlich, denn sie wurde mit einem Elektro-Motor ausgestattet. Wie die Zug-Ente zur Mainzer Fastnacht kam, lest Ihr hier.

Schwellköpp

Beim Rosenmontagszug dürfen die Schwellköpp nicht fehlen. Seit 1927 sind sie fester Bestandteil der Mainzer Fastnacht. Satirisch überspitzt zeigen sie männliche und weibliche Mainzer Charaktere. Es gibt 30 verschiedene - und jeder hat einen eigenen Namen: Schambes, Karlche, Julche, … Bis zu 25 Kilogramm wiegt einer der Pappmaché-Köpfe, die aufwendig produziert werden müssen. So kostet ein Schwellkopp bis zu 7000 Euro. Und auch Kinder werden mittlerweile zu „Schwellkopp-Trägern“: Deren Köpfe wiegen allerdings nur vier bis neun Kilogramm.

Erster Rosenmontagszug nach dem Krieg

Mainz im Jahr 1945: Die Stadt liegt in Trümmern. An Fastnacht ist für viele nicht zu denken. Und es sollte noch fünf Jahre dauern, bis der erste Rosenmontagszug wieder stattfand. Wie die Mainzer Fastnacht und vor allem der erste Zug nach dem Zweiten Weltkrieg aussahen, lest Ihr hier. (rk)

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