So läuft der Corona-Rosenmontag in Mainz

Corona-Krise trifft Graupelschauer: So trostlos sah ein Rosenmontag in Mainz schon lange nicht mehr aus. Wir haben uns in der Innenstadt umgesehen.

So läuft der Corona-Rosenmontag in Mainz

Rosenmontag in Zeiten von Corona: Eigentlich würden beim Höhepunkt der Mainzer Straßenfastnacht bis zu 500.000 Menschen in der Mainzer Innenstadt feiern und singen. Doch wegen der Pandemie wurden schon vor Wochen alle Umzüge und Partys abgesagt.

Immerhin einige verkleidete Narren waren am Montag in der Altstadt und Neustadt zu sehen. Ein Teil von ihnen versammelte sich um den Fastnachtsbrunnen, um wenigstens ein bisschen Rosenmontag zu feiern. So zum Beispiel Silke und Manuela, die den Narren-Feiertag mit Kreppeln begehen wollen, wie sie gegenüber Merkurist verraten. „Ein bisschen Fastnachtsstimmung kam in den vergangenen Tagen schon auf. Wenigsten die Onlinesitzungen konnten wir gucken.“

Strafe für Narren

Unerfreulicher dagegen lief der Tag für eine Gruppe, die sich selbst „Die Waschbärencrew“ nennt. „Wir sind eine Familie, leben aber in drei Hausständen. Deswegen kam das Ordnungsamt gerade vorbei - jetzt mussten wir eine Strafe zahlen“, sagt uns ein Mitglied der Gruppe. Normalerweise stehe man an Rosenmontag gemeinsam in der Bauhofstraße, in diesem Jahr will die Crew zumindest einen Teil der Rosenmontagsroute ablaufen. „Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder ausgelassen feiern können.“

Aus Sicht der Polizei verläuft der Rosenmontag ruhig, wie ein Sprecher auf Merkurist-Anfrage gegen 15:15 Uhr erklärt. „Es ist absolut ruhig. Wir konnten bisher noch keine Verstöße feststellen.“ Bis in die Abendstunden werden Streifenpolizisten mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei noch die neuralgischen Punkte wie die Ludwigsstraße oder den Schillerplatz im Auge behalten. Auch Beamte des Ordnungsamtes sind an einigen Stellen der Stadt unterwegs.

Logo