Sexshop beliefert Schnorreswackler

„Pakete von einem anderen Planeten“ für die Schnorreswackler: Bei „Mainz bleibt Mainz“ traten sie als Paketzusteller auf und lieferten unter anderem Sexspielzeug aus. Jetzt erhielten sie eine überraschende Lieferung.

Sexshop beliefert Schnorreswackler

Mit ihrem Hit „Pakete, Pakete“ sorgten die Schnorreswackler des Gonsenheimer Carneval-Vereins (GCV) in der Fastnachtssitzung „Mainz bleibt Mainz“ für gute Stimmung. Als Paketzusteller verkleidet sangen und tanzten sich die Musiker mit ihren Lieferungen durch das Saal-Publikum.

Einer der Schnorreswackler versuchte dabei, einem eingeweihten Zuschauer ein Päckchen des Erotikshops „Orion“ zuzustellen: „Würden Sie vielleicht das Paket hier annehmen? Für Sie vom Orion.“ Sein Kollege warf ein: „Orion? Sag mal, kommen jetzt die Pakete schon von ganz anderen Planeten, oder was?“

Wenige Tage nach der Sitzung erhielten die Schnorreswackler tatsächlich eine „Paketzustellung vom anderen Planeten“. In einem Facebook-Post veröffentlichten sie das Anschreiben von Orion: „Außergewöhnliche Fan-Post bzw. ein Paket erhielten wir diese Woche. Coole Aktion!!!“, kommentierten die Fastnachter die überraschende Erotik-Lieferung. Doch was steckte im Paket?

Was im Paket war

Wie Thomas Becker von den Schnorreswacklern auf Merkurist-Anfrage erklärt, waren im Paket unter anderem Orion-Traubenzucker, einige Miniatur-Orion-Lkw und 20 Orion-Zollstöcke. Vermutlich das Highlight der Lieferung: Elefantenrüsselunterhosen. Allerdings „weniger als zwölf Stück“, so Becker. Damit leider zu wenig Exemplare für ein Gruppenfoto mit allen Schnorreswacklern in den Rüssel-Unterhosen.

Eine Mitarbeiterin des Erotikshops hatte den Auftritt der Schnorreswackler in der Fernsehübertragung von „Mainz bleibt Mainz“ gesehen und das Firmen-Logo auf einem der Pakete entdeckt. Zwar sei das Flensburger Unternehmen fasziniert davon, wie bunt die Fastnachtsgruppe ist und wie Fastnacht in Mainz gefeiert würde. Orion habe jedoch eine gespaltene Haltung zu der Inszenierung, da man viel Wert darauf lege, Lieferungen diskret zu verpacken, so Firmensprecherin Susanne Gahr.

In der Parodie bei „Mainz bleibt Mainz“ genierte sich der Schauspieler-Empfänger aus dem Publikum, das Orion-Paket vor allen Leuten anzunehmen. „Return to Sender“, sangen die Schnorreswackler daraufhin im Chor. „Mit unseren Geschenken konnten wir auch gleich beweisen, wie diskret unser Versand tatsächlich ist“, kommentiert Gahr.

„Was, wenn da zwölf Dildos drin sind und genau dann meine dreijährige Tochter in die Küche kommt?“ – Thomas Becker, Schnorreswackler

Der Schnorreswackler Thomas Becker hatte das Paket sehr überrascht in der Küche seiner Privat-Wohnung gefunden. Mit dem seriös angegebenen Absender „OV GmbH“ konnte er zunächst nichts anfangen. „Eine kurze Internetrecherche ließ mich grinsen – Post aus Flensburg“, erzählt er. „Dennoch war ich irgendwie auch etwas verunsichert. Was, wenn da zwölf Dildos drin sind und genau dann meine dreijährige Tochter in die Küche kommt?“

Nachdem Becker den Brief gelesen und den Inhalt begutachtet hatte, schickte er eine Rundmail an seine Schnorreswackler-Kollegen. Bei der nächsten Probe soll der Inhalt aufgeteilt werden. Ob auch die übrigen Fastnachter sich über die Geschenke freuen?

(pk)

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