Rosenmontag: Drei Polizisten bei Einsatz verletzt

Beamte müssen Taser und Pfefferspray einsetzen

Rosenmontag: Drei Polizisten bei Einsatz verletzt

Insgesamt weniger Straftaten als im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei Mainz am Rosenmontag und der folgenden „Rosenmondnacht“. Dennoch kam es zu einigen Einsätzen. Gerade rund um Ludwigsstraße, Schillerplatz und Höfchen waren die Beamten im Einsatz. Zeitweise waren laut Polizei so viele Feiernde vor den Bühnen, dass fast kein Durchkommen möglich war.

Am Höfchen kam es gegen 20 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen. Die Polizisten trennten diese und brachten einen aggressiven, jungen Mann zu Boden. Plötzlich griff dessen Vater die Einsatzkräfte an, sprang diesen in den Rücken und schlug hochaggressiv auf sie ein. Kurz darauf griffen ebenfalls noch der Bruder und zwei weiteren Personen die Beamten an. Erst durch den mehrfachen Einsatz des Tasers, Pfefferspray und Schlagstock gelang es den Einsatzkräften, die Personen in Gewahrsam zu nehmen. Drei Polizisten sind bei diesem Einsatz verletzt worden, zwei waren anschließend nicht mehr einsatzfähig. Gegen die fünf Täter laufen Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte sowie gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 22 Uhr geriet ein 15-Jähriger zunächst in einen Streit mit anderen Personen. Bei der polizeilichen Kontrolle rief er dann plötzlich „Sieg Heil“ und zeigte den Hitlergruß. Ein Verfahren wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurde eingeleitet.

Insgesamt kontrollierte die Polizei 1100 Personen, darunter 345 Kinder und Jugendliche. Von diesen waren 38 alkoholisiert. 87 Liter Alkohol wurden vernichtet. Die Polizei sprach zudem 85 Platzverweise aus und nahm 31 Personen in Gewahrsam. Insgesamt kam es zu 144 Straftaten, davon 63 Fälle von Körperverletzung und 32 Straftaten gegen Einsatzkräfte (Beleidigung, Körperverletzung, Widerstand).

Nach der Tat in Volkmarsen, bei der ein Mann in den Rosenmontagszug raste, reagierte die Polizei Mainz sofort und überwachte mit dem Einsatz von Drohnen und dem Polizeihubschrauber die Veranstaltung aus der Luft. Nach Ende des Rosenmontagszuges wurden an den Sperrstellen in der Ludwigsstraße die Schutzmaßnahmen intensiviert. Zu besonderen Vorkommnissen kam es nicht. (df)

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