Rettungseinsätze und Festnahmen: So lief der Mainzer Rosenmontag

Zahlreiche Feiernde sorgten für mehrere Einsätze der Polizei

Rettungseinsätze und Festnahmen: So lief der Mainzer Rosenmontag

Obwohl am Rosenmontag sowohl der Mainzer Umzug als auch alle größeren Veranstaltungen abgesagt waren, versammelten sich zahlreiche Feiernde in der Mainzer Innenstadt und am Rheinufer. Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Rettungsdienst waren im Dauereinsatz.

Teilweise hatten sich am Nachmittag bis zu 700 Menschen allein am Schillerplatz aufgehalten, schätzt die Polizei Mainz. „Wir hatten mit mehr Menschen in den Gaststätten gerechnet, aber wegen des guten Wetters waren die meisten Menschen natürlich draußen“, sagt Polizeisprecher Rinaldo Roberto auf Merkurist-Anfrage. Bis Mitternacht gab es 13 Straftaten, darunter zwei sexuelle Belästigungen, eine Sachbeschädigung und neun Körperverletzungen. In einem Fall wurde ein Mann von mehreren Personen so schwer zusammengeschlagen, dass er gefährliche Verletzungen davontrug.

47 Personen wurden insgesamt kontrolliert und zwei Personen in Gewahrsam genommen. Sie hatten einen Platzverweis bekommen, da sie besonders aggressiv waren, wollten dem aber nicht nachkommen.

Wie die Feuerwehr meldet, gingen auch beim Rettungsdienst zahlreiche Hilferufe ein. Daraufhin wurde spontan eine Station am Ballplatz eingerichtet. Dort wurden die Menschen von der Schnelleinsatzgruppe des Sanitätsdienstes behandelt. Die Feuerwehr unterstützte vor Ort mit Beleuchtung und Logistik. Rund 20 Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes und der Feuerwehr waren mit mehreren Fahrzeugen bis in die späten Abendstunden im Einsatz.

Wie die Mainzer Mobilität zudem mitteilte, konnten auch die Busse bis zum Morgen nicht die Haltestelle Schillerplatz anfahren, da der Platz voller Glasscherben war. Die Umleitung führte zwischen den Haltestellen Münsterplatz und Höfchen über die Große Langgasse.

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