Kann der Mainzer Rosenmontagszug 2023 wieder stattfinden?

Gut möglich, dass die Corona-Situation im Frühjahr 2023 wieder einen Rosenmontagszug in Mainz zulässt. Doch was sagt der MCV dazu, hat der Veranstalter mit den Planungen schon begonnen?

Kann der Mainzer Rosenmontagszug 2023 wieder stattfinden?

Mainzer Fastnachter und Fastnachtfans hatten 2021 und 2022 an Rosenmontag nichts zu lachen: Wegen der Corona-Pandemie wurde der große Rosenmontagszug in Mainz abgesagt, auch fielen zahlreiche Partys der Pandemie zum Opfer. Dazu sorgte der Beginn des russichen Angriffskrieges gegen die Ukraine unmittelbar vor der Straßenfastnacht 2022 dafür, dass vielen Mainzern nicht zum ausgelassenen Feiern zu Mute war. Doch ist ein Rosenmontagszug 2023 wieder denkbar?

Beim Mainzer Carneval-Verein (MCV), der den Rosenmontagszug veranstaltet, laufen jedenfalls schon mal die Planungen für die Kampagne 2023. MCV-Sprecher Bernd Funke verrät auf Anfrage von Merkurist: „Die Planungen für die Kampagne 2023 sind in vollem Gang quer durch alle Ausschüsse, die in welcher Form auch immer mit dem Rosenmontagszug befasst sind.“

MCV plant mehrere Szenarien

Unklar ist aber noch, ob die Corona-Situation den Rosenmontag 2023 wirklich zulässt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) haben Corona-Regeln für den Herbst erarbeitet, die den Bundesländern viele Entscheidungen über die Corona-Maßnahmen ermöglichen. Im schlechtesten Fall könnten diese einen Rosenmontag, wie es ihn noch 2022 gab, verhindern. MCV-Sprecher Funke sagt aber derzeit: „Da es zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbaren Informationen gibt, die auf Einschränkungen hindeuten könnten, gehen wir noch davon aus, dass alle Umzüge, also auch der Rosenmontagszug nach bewährter Manier durchgeführt werden können.“

Diskutiert würden im Vorstand des MCV aber auch Szenarien, in denen es Alternativen zum klassischen Rosenmontag bräuchte. „Wir müssen aber die Entwicklung, die wir nicht beeinflussen können, abwarten. Auf jeden Fall sind wir darauf vorbereitet und werden dann gezielt alle Veranstaltungen an die gegebenenfalls erforderlichen Vorgaben anpassen können“, sagt Funke. Derzeit sei es aber noch zu früh, um konkret über diese Planungen öffentlich zu sprechen. Vorstellbar seien in diesem Fall aber abseits des Rosenmontags zumindest die Online-Sitzungen, die es zuletzt gab.

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