Verbrauchzentrale warnt vor Telefonsex-Betrügern

Firmen drohen mit gerichtlichen Konsequenzen

Verbrauchzentrale warnt vor Telefonsex-Betrügern

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor gefälschten Rechnungen und Mahnungen für Telefonsex-Services. Die Firma „VETOR Inkasso“ aus Prag verschickt derzeit Forderungen über 280 Euro mit Betreffzeilen wie „Letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung“ oder „Aufforderung zur unverzüglichen Zahlung“. Dabei unterstellt sie Verbrauchern, eine Erotikdienstleistung für 90 Euro in Anspruch genommen zu haben und stellt neben Mahnkosten auch Pauschalen in Rechnung. Absender der ersten Rechnung sind Firmen wie EUSTAR oder DELTA, ebenfalls aus Prag.

Betroffene schilderten der Verbraucherzentrale, versehentlich die Nummer von Telefonsex-Hotlines angewählt zu haben. Allerdings hätten sie das Telefonat nach einigen Sekunden abgebrochen. Durch Rückwärtssuchen im Internet gelangen die Betrüger an die Adressen der Verbraucher und verschicken Rechnung und Mahnungen. Sie drohen mit Konsequenzen und gerichtlichen Maßnahmen bis hin zur Zwangsvollstreckung. „Wer keine Leistung in Anspruch genommen hat, muss auch nichts bezahlen“, so Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Keinesfalls sollten sich Betroffene durch Drohungen einschüchtern lassen.“

Bereits im vergangenen Jahr warnte die Verbraucherzentrale vor ähnlichen Rechnungen der Firma WERSO. Die Liste der Firmennamen, die in der Vergangenheit mit dieser Masche bekannt wurden, wird immer länger. Bislang sind beispielsweise Firmen wie TRC Telemedia, MB Direct Phone Ltd. oder Czech Media Factoring bekannt.

Wer unberechtigte Forderungen erhalten hat, kann sich in den örtlichen Stellen der Verbraucherzentrale beraten lassen. Termine können telefonisch unter (06131) 28 48 0 oder online vereinbart werden. (mm)

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