Bundesgerichtshof bestätigt Urteil im Fall Ali B.

Seine Anwälte hatten Revision eingelegt

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil im Fall Ali B.

Das Urteil des Landgerichts im Fall Ali B. ist rechtskräftig. Das teilt der Bundesgerichtshof Karlsruhe am Dienstag mit. B. ging nach seiner Verurteilung im Juli 2019 in Revision.

Nach den Feststellungen der Schwurgerichtskammer vergewaltigte der Angeklagte im April 2018 nachts in Wiesbaden die 14-jährige Susanna und erwürgte sie anschließend, um sie so an einer Strafanzeige zu hindern. Das Landgericht Wiesbaden hat den zur Tatzeit 21 Jahre alten B. wegen Mordes, Vergewaltigung und wegen weiterer schwerer Delikte zu einer lebenslangen Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt. Dabei wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Nach der Tat floh B. in den Irak, wo er von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen, an Beamte der Bundespolizei übergeben und nach Deutschland rückgeführt wurde. Diese Rückführung nahmen B.s Anwälte als Grundlage für eine Revision nach der Urteilsverkündung.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs Karlsruhe hat diese jetzt als unbegründet verworfen. B. muss seine Haftstrafe demnach antreten. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren gilt durch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld als ausgeschlossen. (ms)

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