Darf ich Visier statt Maske tragen?

Wo gilt die Maskenpflicht überall? Wer muss sich nicht daran halten? Und darf ich ein Visier statt einer Maske tragen? Wir haben für euch die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mund-Nasen-Schutz zusammengestellt.

Darf ich Visier statt Maske tragen?

Mittlerweile haben sich viele daran gewöhnt, andere fremdeln noch damit: In Geschäften und im ÖPNV gilt in Rheinland-Pfalz seit fast einem Monat die Maskenpflicht. Mittlerweile wurde sie auch auf weitere Bereiche wie Museen oder Gastronomie ausgeweitet. Maskenpflicht, das heißt in der Regel: das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Doch ist das die einzige Möglichkeit? „Darf man anstatt einer Mund-/Nasenbedeckung auch ein Visier tragen?“, fragt Leser Gerhard in seinem Snip.

Auch bei anderen Lesern herrscht bei dem Thema Unsicherheit. Kathinka kommentiert: „Das frage ich mich auch. Als ich eins kaufen wollte, wurde mir erklärt, dass ich darunter zusätzlich einen Mund-Nasen-Schutz tragen müsste, um ein Geschäft zu betreten.“ Doch wie ist es nun? Eine Sprecherin der Staatskanzlei verweist auf die „Auslegungshilfe zur Mund-Nasen-Bedeckung“ vom 11. Mai. Wir haben für Euch die wichtigsten Infos zur Maskenpflicht zusammengestellt:

Darf ich ein Visier statt einer Maske tragen?

Ja, auch ein Visier ist demnach „zulässig“. Obwohl diese nicht im eigentlichen Sinne einer Mund-Nasen-Bedeckung seien, schreibt die rheinland-pfälzische Landesregierung in einer Info-Überischt. Erlaubt sind außerdem: Alltagsmasken, das heißt Einwegmasken oder (selbstgenähte) Stoffmasken, Schals und Tücher. Zudem heißt es, dass medizinische Schutzmasken (OP-Masken) „nicht erforderlich“ seien, dementsprechend aber erlaubt sind.

Wo gilt die Maskenpflicht?

  • Einzelhandelsbetriebe

  • Verkaufsstände auf Wochenmärkten

  • Apotheken, Sanitätshäuser

  • Tankstellen, Kraftfahrzeug- und Lastkraftwagenhandel einschließlich des einschlägigen Ersatzteilhandels, Fahrradhandel, Autowaschanlagen

  • Banken und Sparkassen, Poststellen

  • Reinigungen, Waschsalons

  • Buchhandlungen, Büchereien, Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf, Bibliotheken und Archive

  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte

  • Großhandel

  • Museen, Galerien, Ausstellungen, Gedenkstätten, Bau- und Kulturdenkmäler

  • Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen

Zudem sollen Kunden in der Gastronomie ihre Maske tragen, bis sie an ihrem Tisch sitzen. Weitere Spezialfälle findet ihr hier.

Welche Ausnahmen gibt es?

Folgende Personen müssen keine Maske tragen:

  • Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres

  • Personen, denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist (dies ist durch ärztliche Bescheinigung nachzuweisen)

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn anderweitige geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden (insbesondere Trennvorrichtungen) oder sich keine Kunden oder Besucher auf den Verkaufsflächen aufhalten

Was passiert, wenn ich im Geschäft oder ÖPNV keine Maske trage?

Laut Landesregierung kann seit 4. Mai ein Verwarnungsgeld von zehn Euro fällig werden. Härter kann es die Geschäfte selbst treffen: „Wenn Mitarbeiter geöffneter Geschäfte Mund und Nase nicht abgedeckt haben und dort auch keine anderen Schutzmaßnahmen ergriffen wurde, soll dies mit einem Bußgeld von 250 Euro für die Betreiber geahndet werden.“ Für die Überwachung zuständig sind die Ordnungsämter, im Einzelfall kann auch die Polizei eingreifen. (df)

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