Café Awake eröffnet unter anderem Namen neu

Am vergangenen Samstag hat das ehemalige Café „Awake“ in der Altstadt unter neuem Namen eröffnet. Doch nicht nur der Name ist neu, auch sonst gibt es einige Änderungen.

Café Awake eröffnet unter anderem Namen neu

„Mit dem Verkauf fairer Produkte etwas positives bewirken“ - genau das möchte das ehemalige Café „Awake“ laut Geschäftsführerin Alexandra Muuß auch weiterhin tun. Der neue, vollständige Name „The Good Coffee - Gepa - The Fairtrade Company“ solle das künftig „besser“ nach außen tragen. Doch nicht nur der Name ist neu, auch am Konzept wurde gefeilt. Darum wurde am vergangenen Samstag unter anderem mit Livemusik und einem Glücksrad die Neueröffnung des ehemaligen „Awake“ in der Steingasse gefeiert.

Hintergrund

„Vor knapp eineinhalb Jahren ist die ‘Gepa’ als Gesellschafter mit bei uns eingestiegen“, sagt Muuß. Seitdem gehöre das ehemalige Café „Awake“ in der Altstadt sowie eine weitere Filiale in Frankfurt zur Hälfte der größten europäischen Fair Handelsorganisation. Außer der „Gepa“ sei auch der Frankfurter-Verein „Kirche in Aktion“ Gesellschafter von „The Good Coffee“, der unter anderem Projekte für Obdachlose oder Geflüchtete im Frankfurter Raum unterstütze.

Was ist neu?

Bevor die „Gepa“ Gesellschafter des „The Good Coffee“ wurde, wurden im ehemaligen „Awake“ bereits einige Fairtrade-Produkte wie zum Beispiel Kaffee angeboten. Inzwischen habe das Café sein Fairtrade-Angebot allerdings um Produkte wie zum Beispiel Biotee oder auch Schokolade erweitert - hierfür auch der neue Name. „Der Name ist die größte oder offensichtlichste Veränderung. Er soll das widerspiegeln, was uns wichtig ist und den Fokus mehr auf die Fairtrade-Produkte legen“, sagt Phillip Glickman, der für das Marketing der Cafés in Mainz und Frankfurt verantwortlich ist. Gemeinsam mit der „Gepa“ sei der neue Name ausgewählt worden.

Laut Glickman ist die Idee, die hinter „The Good Coffee“ steckt, beim Konsumenten eine sogenannte „Awareness“ (Bewusstsein) zu schaffen. „Durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten möchten wir die Leute aufmerksam auf die Herstellung der Produkte machen, und bei ihnen Bewusstsein in Bezug auf ihr eigenes Konsumverhalten schaffen“.

Künftig solle es deswegen auch weitere Fairtrade-Produkte geben wie zum Beispiel Teller oder auch Blumenvasen. „Stück für Stück möchten wir einige bisherige Produkte durch „Gepa“-Produkte austauschen, sagt Geschäftsführerin Muuß. Ansonsten sollen auch vielfältige Veranstaltungen im „The Good Coffee“ stattfinden, zum Beispiel Spieleabende oder auch Kleidertauschpartys, wie es sie bereits im „Awake“ gegeben habe.

Das Konzept

„The Good Coffee“ solle laut Glickman ein Ort der Veränderung sein. Menschen, die etwas bewegen und sich engagieren wollen, sollen dort zusammenkommen. „Unsere Vision ist es, eine Gemeinschaft zu sein, die sich Gedanken um die Produkte macht, die sie konsumiert und die bewusst entscheidet, wofür sie ihr Geld ausgibt“, sagt Glickman.

Außerdem solle das „The Good Coffee“ ein Ort sein, an dem jeder willkommen ist. „Wir möchten ein soziales Café sein“, sagt Geschäftsführerin Muuß. Und das gelte nicht nur in Bezug auf Kunden sondern auch was das Personal betreffe: „Bei uns sollen auch Leute Arbeit bekommen, die es auf dem Arbeitsmarkt vielleicht nicht so leicht haben“.

Außerdem solle sich die soziale Seite des Cafés darin zeigen, dass auch Personen einen Kaffee im „The Good Coffee“ bekommen, die ihn sich vielleicht nicht leisten können. „Auch im ‘Awake’ haben wir Obdachlosen schon mal einen Kaffee umsonst gegeben - und jetzt soll das nicht anders sein. Das Café soll vielleicht auch ein Ort sein, an dem wir Menschen auffangen, die von der Gesellschaft nicht immer wahrgenommen werden und es nicht immer leicht haben“, sagt Muuß.

Was noch geplant ist

Abgesehen von der Produkterweiterung sind laut Muuß ebenfalls einige kleinere Umbauarbeiten sowohl in dem Laden in Mainz als auch in der Frankfurter Filiale geplant. Außerdem möchte sich das „The Good Coffee“ vergrößern. Demnach seien einige weitere Filialen in Planung. „Es ist bloß schwierig, Standorte zu finden“, sagt Muuß. Ein weiteres Ziel sei es außerdem, Kooperationen mit Weltläden abzuschließen, in denen sich möglicherweise ein Café integrieren lasse. (pk)

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