Obermessdiener spricht von Abschied

Als „Obermessdiener“ gehört Andreas Schmitt zu den Aushängeschildern der Mainzer Fastnacht. Die TV-Show „Mainz bleibt Mainz“ scheint ohne ihn nicht denkbar. Über seinen Abschied aus der Fernsehfastnacht hat sich Schmitt aber bereits Gedanken gemacht.

Obermessdiener spricht von Abschied

Erst am letzten Freitag begeisterte Fastnachter Andreas Schmitt in seiner Paraderolle als „Obermessdiener“ bei „Mainz bliebt Mainz, wie’s singt und lacht“ wieder ein Millionenpublikum. In einem Gespräch mit dem Mainzer Landtagsabgeordneten Johannes Klomann (SPD), das live auf Facebook übertragen wurde, nannte Schmitt nun aber erstmals einen Zeitpunkt für seinen Abschied aus der TV-Show.

So erklärte Schmitt, dass er den Tag seines Abschieds schon wohl gewählt habe. „Der ist noch ein bisschen weg, aber soweit auch nicht mehr. Ich werde jetzt dieses Jahr 60, und wenn ich 6 Mal 11 Jahre alt geworden bin, dann geb ich zumindest die Fernsehsitzung ab“, so Schmitt. Ein kleines Hintertürchen lässt sich der Obermessdiener allerdings noch offen. „Und wenn die dann sagen: ‘Schmitt, mach noch zwei Jahre weiter, wir haben noch keinen’, dann ok. Aber ich akzeptiere auch ein Ende.“

Er brauche keine „Reißleine“, sagt Schmitt. Er akzeptiere die biologische Uhr und die Lebenszeit. Die Fastnachtsauftritte stecke er auch nicht mehr so weg, als wenn er erst 30 Jahre alt wäre. Dann gab Schmitt noch einen Einblick in die Verdienstchancen eines profilierten Mainzer Fastnachters. „In Mainz kann ein guter Redner zwischen 10.000 und 20.000 Euro machen, dann hat er aber auch einen Haufen dafür gearbeitet.“

Dies sei aber nichts im Vergleich zu seinen Kollegen in Köln. Die dortigen Top-Stars würden wesentlich mehr verdienen. „Die haben da Gagen zwischen 2500 und 4000 Euro - pro Auftritt.“ Und bei etwa 80 bis 120 Auftritten pro Session sei das ein ganz anderes Kaliber als in Mainz, erklärt Schmitt abschließend.

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