„Planke“-Feeling am neuen Zollhafen-Biergarten

Das alte „Planke“-Feeling wieder aufleben lassen: Das könnte der neue Zollhafen-Biergarten „F. Minthe“ schaffen. Wir haben mit den Betreibern gesprochen.

„Planke“-Feeling am neuen Zollhafen-Biergarten

Zwei Jahre ist es nun her, dass die Planke Nord am Mainzer Zollhafen zum letzten Mal öffnete. Seit 2013 war der Kulturbiergarten auf der ehemaligen Industriefläche ein beliebter Treffpunkt. Von Anfang an war allerdings klar, dass die Planke nur ein Übergangsprojekt war, bis die Bebauung am Zollhafen weitergeht. Doch jetzt könnte es einen adäquaten Nachfolger geben: Direkt am Hafenbecken, neben einem grünen Industrie-Kran, eröffnen Kamil Ivecen und Hilmar Hoenes einen neuen Biergarten.

Ivecen betreibt mit seinen Brüdern Özgür und Veli bereits das „Lomo“, das „Hintz und Kuntz“ und das „LeBonBon“. Der Biergarten ist sein erstes Neustadt-Projekt. Mit der Namensgebung führt er eine Tradition fort: Beim „Lomo“ (Lounge Moguntia) nahmen die Ivecens Bezug auf die römische Vergangenheit von Mainz, mit dem „LeBonBon“ auf die französische, das „Hintz und Kuntz“ hat einen typisch deutschen Namen. Der neue Biergarten wird den Namen eines früheren Unternehmens am Zollhafen tragen: „F. Minthe“. „Der Name steht auch an dem grünen Kran und hat einfach einen schönen Klang“, sagt Kamil Ivecen.

Kulturprogramm wie an der Planke Nord

Genau wie an der Planke Nord wird in dem Biergarten „F. Minthe“ Gastronomie mit Kultur verbunden. „Es gibt ein klassisches Biergartenangebot, Getränke und Snacks, aber auch ein Kulturprogramm“, so Ivecen. Er verweist darauf, dass das Lomo sich seit 17 Jahren um die Mainzer Kultur verdient gemacht habe. So fanden dort zum ersten Mal Poetry Slams in Mainz statt.

Vor allem Kreative aus der Neustadt seien eingeladen, ihre Werke am Biergarten vorzustellen. „Wir denken da zum Beispiel an Ausstellungen, Workshops, Poetry Slams und Lesungen.“ Außerdem soll es regelmäßig Grillabende und Filmvorführungen geben. Zudem bietet Hilmar Hoenes, Inhaber des Wassersport-Unternehmens „On Water“, Stand-Up-Paddling-Kurse am neuen Biergarten an.

„Begegnungsstätte für alle Mainzer“

„Der Biergarten soll eine Begegnungsstätte für alle Mainzer und für alle Geldbeutel werden“, so Ivecen. Das Angebot richte sich nicht nur an die Zollhafen-Bewohner, sondern an die ganze Neustadt - und ganz Mainz. Schon in den nächsten zwei Wochen soll „F. Minthe“ eröffnen und dann rund 120 Menschen Platz bieten. „Zunächst wird es ein Soft Opening geben, eine Eröffnungsfeier ist aber auch geplant.“

Die Einrichtung des Biergartens sei in Eigenregie entstanden. „Die Abendstimmung am Zollhafen ist wunderbar, hat beinahe südländisches Flair. Die ganze Atmosphäre am Biergarten soll ungezwungen sein, die Mainzer sollen sich hier wohlfühlen“, so Ivecen.

Die genauen Öffnungszeiten stehen noch nicht fest, nur so viel: Der Biergarten soll mittags bis abends geöffnet haben. Die Saison soll je nach Wetter bis September oder Oktober gehen. Fest steht auch: Es ist ein temporäres Projekt. In fünf Jahren muss der Biergarten für ein neues Marina-Gebäude weichen. Auch dort soll es dann Gastronomie geben. (df)

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