Anklage gegen Marcus Held erhoben

Mehrere Anklagepunkte gegen früheren Bürgermeister von Oppenheim

Anklage gegen Marcus Held erhoben

Die Mainzer Staatsanwaltschaft hat gegen den früheren Bürgermeister der Stadt Oppenheim, Marcus Held, Anklage erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit.

Angeklagt sind zudem zwei Verantwortliche eines Maklerunternehmens sowie der Geschäftsführer eines Abrissunternehmens. Den Angeklagten wird Untreue, Betrug, Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung sowie der Verstoß gegen das Parteiengesetz vorgeworfen. Den beiden Verantwortlichen des Maklerunternehmens und dem Geschäftsführer des Abrissunternehmens wird jedoch nicht die Beteiligung an allen Fällen zur Last gelegt.

Weitere Verfahren gegen den früheren Bürgermeister Oppenheims wurden dagegen eingestellt. Dabei ging es unter anderem um einen Untreue-Vorwurf im Zusammenhang mit dem Gradinger-Grundstück und um den Verkauf eines Mercedes an die Ehefrau Helds. In diesen Fällen konnte eine Straftat nicht nachgewiesen werden.

Die Staatsanwaltschaft erhebt dann Anklage, wenn sie zu dem Ergebnis kommt, dass eine „Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist“. Mit der Anklageerhebung ist jedoch weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung verbunden, so die Staatsanwaltschaft. Es gelte weiterhin die Unschuldsvermutung.

Das Landgericht Mainz hat jetzt in einem Zwischenverfahren zu entscheiden, ob die Anklageschrift zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird. (pk)

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