Pannen-Serie auf Mainzer Weinmarkt sorgt für Ärger

Für viele Standbetreiber auf dem Mainzer Weinmarkt war das erste Festwochenende ein finanzieller Reinfall. Grund dafür war ein Stromausfall. Nun wird es ein Krisengespräch zwischen Marktbeschickern und dem Veranstalter des Events geben.

Pannen-Serie auf Mainzer Weinmarkt sorgt für Ärger

Pleiten, Pech und Pannen auf dem Mainzer Weinmarkt: Schon kurz nach dem Start des Events am letzten Donnerstag hatten viele Standbetreiber mit erheblichen Problemen zu kämpfen, die letztlich auch bei einigen zu drastischen Umsatzeinbußen führten.

Wer kommt für den Schaden auf?

Wie der Vorsitzende der Mainzer Marktbeschicker und Schausteller, Marco Sottile, gegenüber Merkurist erklärt, habe es am Samstagabend einen Stromausfall gegeben. „Das ist in der Hauptverkaufszeit natürlich fatal und darf nicht passieren.“ So konnten die Standbetreiber beispielsweise ihre Weine nicht mehr kühlen und auch keine Speisen mehr zubereiten. Außerdem standen die Händler im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln, weil die Beleuchtung an den Ständen ausfiel. Viele Weinmarktbesucher verzichteten deshalb ganz darauf, einen Stand aufzusuchen.

Laut Sottile mussten somit einige seiner Kollegen starke finanzielle Einbußen hinnehmen. „Diese hohen Verdienstausfälle sind gerade nach zwei Jahren Coronakrise nur schwer zu verkraften.“ Um die Umstände für den Stromausfall zu erörtern, suche man nun mit dem Veranstalter des Weinmarkts, Mainzplus Citymarketing, ein klärendes Gespräch. Die genaue Ursache für das Problem sei wohl noch nicht bekannt, die Gerüchteküche brodle, sagt Sottile. Die Schuld für den Blackout wolle man aber nicht Mainzplus zuschreiben. Das Problem liege vielmehr beim Stromanbieter.

Dennoch sieht Sottile Mainzplus nun in der Pflicht. „Ein technischer Defekt kann passieren, aber das darf definitiv nicht noch einmal vorkommen.“ Die Verantwortung, dass dies nicht noch einmal „in die Hose geht“, liege nun beim Veranstalter des Events. In dem Gespräch der Marktbeschicker mit Mainzplus wird es dann auch noch darum gehen, dass den Standbetreibern am ersten Abend des Weinmarkts nicht genügend Wasser zur Verfügung stand. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass Toiletten nicht mehr genutzt oder beispielsweise Gläser und Geschirr nicht gespült werden konnten. Hauptthema sei aber der Stromausfall. „Ein finanzieller Ausgleich für die Umsatzeinbußen wäre sicherlich wünschenswert, doch wer kommt letztlich dafür auf?“, fragt Sottile.

Nun legt der Weinmarkt jedoch erst einmal eine kleine Pause ein und öffnet dann am Donnerstag für das zweite Festwochenende.

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