Diana F.: „Bis heute habe ich keine Fotos von meiner Tochter aufgestellt“

Vor einem Jahr wurde die Mainzerin Susanna F. tot aufgefunden. In Wiesbaden steht zurzeit ihr mutmaßlicher Mörder Ali B. vor Gericht. Jetzt äußert sich Susannas Mutter in einem Interview über das zurückliegende Jahr.

Diana F.: „Bis heute habe ich keine Fotos von meiner Tochter aufgestellt“

Im Mai des vergangenen Jahres wurde die Leiche der 14-jährigen Susanna F. auf einem Acker in Wiesbaden-Erbenheim gefunden. Angeklagt, sie ermordet zu haben, ist der 22-jährige Ali B. An Susannas erstem Todestag hat nun ihre Mutter Diana F. ein Interview gegeben. In der „Bild“ erzählt sie, wie sie die letzten zwölf Monate ohne Susanna erlebt hat.

Wie Diana F. sagt, habe sie in der Nacht vor dem ersten Todestag kaum Schlaf gefunden. Immer wieder seien ihr schlimme Bilder in den Kopf geschossen. „Es gibt nichts Schlimmeres, als sein Kind auf so eine grausame Weise zu verlieren“, sagt Diana F. gegenüber „Bild“. Bis heute habe sie zu Hause keine Fotos von ihrer Tochter aufgestellt. „Das ertrage ich nicht“, so die 45-Jährige.

Wie „Bild“ weiter berichtet, besuchte Diana F. am Mittwoch das Grab ihrer Tochter auf dem jüdischen Friedhof in Mainz. Dort ließ sie zwölf Luftballons in den Himmel steigen - einen für jeden Monat, den sie ohne ihre Tochter verbringen musste. An den Luftballons befestigt waren Briefe mit verschiedenen Botschaften für Susanna, wie „Bild“ schreibt. Unter anderem: „Es bricht mir das Herz, wenn ich mir vorstelle, wie viel Angst und Schmerzen Du gehabt hast“.

Laut „Bild“ kamen am Mittwoch auch Susannas Klassenkameraden auf den Friedhof. Dort sollen sie, wie nach jüdischer Tradition üblich, kleine Steine auf ihr Grab gelegt haben. (df)

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