Nach Polizistenfeier: Dienstgruppenleiter kurzzeitig nach Oppenheim versetzt

Ermittlungsergebnisse an Stadt Mainz übermittelt

Nach Polizistenfeier: Dienstgruppenleiter kurzzeitig nach Oppenheim versetzt

Nach der Polizistenfeier in der Altstadtkneipe „Heringsbrunnen“ Mitte Mai hat die Mainzer Polizei eine erste interne Maßnahme getroffen. Der zuständige Dienstgruppenleiter vom Altstadtrevier wird vorübergehend seinen Dienst in Oppenheim antreten. Das bestätigt Polizeisprecher Matthias Bockius gegenüber Merkurist. Zuerst hatte die Allgemeine Zeitung berichtet.

Eine „Versetzung“ sei es aber nicht, wie Bockius sagt. „Es ist eine vorübergehende Maßnahme, bis innerdienstlich geprüft wurde, ob disziplinarrechtliche Verfehlungen vorliegen.“ Man sehe die Maßnahme auch nicht als Strafe, der Kollege solle vielmehr „aus der Schusslinie genommen werden“. In Oppenheim sei gerade eine Stelle frei gewesen.

Das interne Verfahren müsse aber getrennt vom Ordnungswidrigkeitenverfahren der Stadt Mainz gesehen werden. In diesem Fall hat die Polizei jetzt die Ermittlungsergebnisse an die Stadt weitergegeben. Wie der SWR berichtet, werde die Stadt frühestens im Juli über Bußgelder für die Polizisten entscheiden. Auch der Wirt solle noch einmal zu dem Abend befragt werden.

„Heringsbrunnen“-Wirt Michael Schollmayer erstattete Selbstanzeige, weil die Polizistenfeier bis nach 22 Uhr gegangen war und auch noch ausgeschenkt wurde. „Das war ein Fehler, für den ich die volle Verantwortung übernehme“, sagte er gegenüber Merkurist. Zudem spendete er den Umsatz, den er nach 22 Uhr „unverdientermaßen erwirtschaftet hat“ – an die Kinder des Oppenheimer Polizisten, der wenige Wochen zuvor gestorben war (zum Bericht). (mo)

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