Galeria Karstadt Kaufhof schließt 40 Filialen

Ein Drittel der Kaufhäuser soll geschlossen werden

Galeria Karstadt Kaufhof schließt 40 Filialen

Als letztes großes Kaufhaus sucht Galeria Karstadt Kaufhof wieder Rettung durch das Schutzschirmverfahren. Das teilte das Unternehmen nun in Essen mit. Es ist bereits die zweite Insolvenz innerhalb von zwei Jahren. Schon im April 2020 wurden etwa 40 Filialen geschlossen und 4000 Stellen gestrichen.

Demnach müsse man mindestens 40 der 131 Kaufhäuser in Deutschland schließen. Damit wird Galeria-Chef Miguel Müllenbach das Filialnetz um mindestens ein Drittel verringern. Betriebsbedingte Kündigungen seien unvermeidbar, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Mehr als 17.000 Mitarbeiter in fast 100 Städten sind bei dem Unternehmen noch beschäftigt.

Da Verhandlungen um einen weiteren Kredit aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung gescheitert waren, übernimmt nun ein gerichtlich bestellter Sachverwalter die Aufsicht über die nächsten Schritte. Ein Sanierungsexperte wird beratend tätig sein. Die Gewerkschaft ver.di kündigte bereits an, um jeden der Arbeitsplätze zu kämpfen. Der Konzern hatte bereits 680 Millionen Euro Unterstützung aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten.

Welche Filialen nun geschlossen werden, ist noch nicht bekannt.

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