Mainzer Kripo schnappt Waffen- und Drogenhändler

Unter anderem 110 Kilogramm Marihuana sowie Chemikalien und Bargeld sichergestellt

Mainzer Kripo schnappt Waffen- und Drogenhändler

Der Mainzer Kriminalpolizei ist ein harter Schlag gegen eine größere Tätergruppierung gelungen, die offenbar in den Waffen- und Drogenhandel verstrickt ist. Das geben die Staatsanwaltschaft Mainz und das Polizeipräsidium Mainz in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Demnach konnten die Kriminalbeamten am Mittwoch nach intensiven und umfangreichen Ermittlungen mehrere Personen festnehmen und unzählige Waffen, Drogen und Bargeld sicherstellen.

Bei einem Drogengeschäft am Mittwochnachmittag wurden zunächst drei Personen im Alter von 24 bis 30 Jahren von Spezialkräften der rheinland-pfälzischen Polizei vorläufig festgenommen. Im Anschluss an das Drogengeschäft, bei dem 50 Kilogramm Amphetamin verkauft wurden, konnten drei weitere Beschuldigte an unterschiedlichen Orten in Rheinland-Pfalz und Hessen vorläufig festgenommen werden. Die drei Beschuldigten sind allesamt 32 Jahre alt. Die Festnahmen erfolgten ebenfalls unter Beteiligung von Spezialeinheiten.

In der Folge vollstreckten Ermittler an insgesamt neun Orten Durchsuchungsbeschlüsse. Bei den Durchsuchungen konnten neben Drogen, Waffen und Bargeld auch zwei hochpreisige Fahrzeuge sichergestellt werden. Im Einzelnen stellten die Beamten rund 110 Kilogramm Marihuana, 57 Kilogramm Amphetamin, 4 Kilogramm Haschisch, 140 Gramm Kokain sowie Chemikalien und Utensilien zur Drogenherstellung sicher.

Bei den beschlagnahmten Waffen handelt es sich um fünf scharfe Schusswaffen, jeweils mit Munition, zwei Schreckschusswaffen, diverse Hieb- und Stichwaffen, drei Elektroschocker, zwei Schlagringe, zwei Wurfsterne sowie etwa 200 Schuss Munition für eine 357er Magnum (großer Revolver). Darüber hinaus wurden rund 34.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Mainz wurde ein Beschuldigter nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Fünf Beschuldigte wurden am Donnerstagmorgen dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen alle fünf wurde Untersuchungshaft angeordnet, die Beschuldigten wurden anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Ein Fall von sogenannter Clankriminalität liegt nicht vor.

Die Kriminaldirektion ermittelte bereits seit Herbst 2020 gegen die Tätergruppierung. Nun wurden gegen die Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz sowie wegen banden- und gewerbsmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eröffnet.

Logo