In der Mainzer Alt- und Neustadt sind am Donnerstag 15 neue Stolpersteine verlegt worden. Sie sollen an Menschen in Mainz erinnern, die während der NS-Zeit verfolgt wurden. Darunter sind auch erstmals in Mainz Gedenksteine für verfolgte Zeugen Jehovas in Mainz – Eva und Karl Duchmann.
Organisiert wurde die Verlegung der Stolpersteine vom Verein Sozialgeschichte Mainz e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Mainz. Patenschaften für die Stolpersteine wurden von Bürgerinnen und Bürgern und Vereinen oder weiteren Paten übernommen. Teil der Verlegung war auch eine kurze Zeremonie mit Musik und Hintergrund-Informationen zu den jeweiligen Personen.
Diese neuen Stolpersteine sind am Donnerstag verlegt worden:
Karl Duchmann (Weißliliengasse 10)
Eva Duchmann, geb. Köhler (Weißliliengasse 10)
Heinrich Lindauer (Mailandsgasse 4)
Sophie Lindauer, geb. Dollmann (Mailandsgasse 4)
Irma Lindauer (Mailandsgasse 4)
Hugo Strauss (Diether-von-Isenburg-Straße 1)
Martha Strauss, geb. Kahn (Diether-von-Isenburg-Straße 1)
Willi Richard Strauss (Diether-von-Isenburg-Straße 1)
Edith Strauss (Diether-von-Isenburg-Straße 1)
Hortense Silz-Morel (Ernst-Ludwig-Straße 12)
Dr. Ernst Reinach (Frauenlobstraße 40)
August Vogel (Adam-Karrillon-Straße 13)
Jenny Vogel, geb. Schott (Adam-Karrillon-Straße 13)
Dr. Walter Vogel (Adam-Karrillon-Straße 13)
Karl Mannsbach (Gabelsbergerstraße 5)
Hintergrund
Stolpersteine sind kleine, in den Gehweg eingelassene Gedenktafeln aus Messing, die an Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Steine werden meist vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Betroffenen verlegt und tragen deren Namen sowie wichtige Lebensdaten.