Der Gutenberg-Preis 2026 geht an den Gestalter und Typografen Erik Spiekermann. Das teilen die Internationale Gutenberg-Gesellschaft und die Landeshauptstadt Mainz mit.
Spiekermann ist als Schriftgestalter, Unternehmer und Autor international bekannt. Einige seiner Schriften, wie FF Meta oder ITC Officina, gelten als moderne Klassiker. Mit seinem Unternehmen FontShop war er ein Vorreiter beim weltweiten Online-Vertrieb von Schriftarten. Zudem prägte er mit seinen Firmen MetaDesign und EdenSpiekermann das Erscheinungsbild großer Unternehmen und Institutionen. Seit vielen Jahren engagiert er sich für den Erhalt des klassischen Bleisatzes.
Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Spiekermann in der Tradition Gutenbergs sowohl in der digitalen als auch in der physischen Welt zuhause sei. Der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase, zugleich Präsident der Gutenberg-Gesellschaft, erklärt: „Wir freuen uns außerordentlich, dass mit Prof. Dr. h.c. Spiekermann ein herausragender Kopf und Pionier für prägende und stilbildende Schriften den Preis erhält.“ Spiekermann arbeite international als „Maniac für Typographie“ und werde „als würdiger Nachfolger Johannes Gutenbergs geführt, da er mit seinem Pioniergeist die schwarze Kunst weiterentwickelt hat.“
Hintergrund
Der Gutenberg-Preis wird seit 1968 gemeinsam von der Stadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Druckkunst vergeben.