7 Mainzer, die Geschichte schrieben

Nobelpreisträger, Sport-Stars oder Welt-Literaten: Einige Mainzer haben es geschafft, Geschichte zu schreiben. Wir stellen Euch sieben von ihnen vor.

7 Mainzer, die Geschichte schrieben

Diese Mainzer haben es geschafft: Sie wurden weit über die Mainzer Stadtgrenzen hinaus bekannt, sogar im Ausland spricht man über sie. Einige von ihnen veränderten sogar maßgeblich die Welt. Hier sind 7 Mainzer, die Geschichte schrieben:

Werner Otto Theodor Forßmann – Nobelpreisträger

Er war der erste Mainzer Nobelpreisträger: Werner Otto Theodor Forßmann. Für die Entdeckungen zur Herzkatheterisierung und zu Veränderungen im Kreislaufsystem wurde ihm 1956 der Medizin-Nobelpreis verliehen. Die Auszeichnung erhielt der Honorarprofessor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zusammen mit seinen Kollegen André Frédéric Cournand und Dickinson W. Richards.

Jochen Rindt – Formel 1-Legende

Es sollte der Höhepunkt seiner Karriere werden, doch der Mainzer Rennfahrer Jochen Rindt erlebte ihn nicht mehr: Den Formel 1-Fahrertitel 1970. Beim Training zum viertletzten Rennen der Saison im italienischen Monza verunglückte Rindt tödlich. Bis zum Saisonende schafften es seine Konkurrenten nicht mehr, seinen Vorsprung noch aufzuholen. Bis heute ist er der einzige Formel 1-Pilot, der seinen eigenen WM-Titel nicht mehr erleben konnte. Auch wenn Rindt mit österreichischer Lizenz an den Start ging, seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Mainz. Jochen Rindts ganze Geschichte könnt Ihr hier lesen.

Anna Seghers – Schriftstellerin

Der Roman „Das siebte Kreuz“ machte die Mainzer Schriftstellerin Anna Seghers weltberühmt. Er behandelt die Flucht von sieben Gefangenen aus dem Konzentrationslager in Osthofen. Überhaupt verwendet Seghers in ihrem wohl bekanntesten Roman viele regionale Bezüge zu ihrem Geburtsort Mainz und Rheinhessen. Für ihre Werke erhielt Anna Seghers zahlreiche Auszeichnungen. 1981 wurde ihr die Ehrenbürgerwürde der Stadt Mainz verliehen, außerdem tragen eine Mainzer Schule sowie Büchereien in Mainz und Berlin ihren Namen.

Jürgen Klopp – Fußballtrainer

„Kloppo“ formte aus einem grauen Zweitligaverein einen Bundesligaclub und wurde in Mainz unsterblich. Dann brachte er Borussia Dortmund zurück an die Bundesligaspitze und führt derzeit mit dem FC Liverpool die englische Premier League an. Geboren wurde Klopp zwar in Stuttgart, doch 18 Jahre bei Mainz 05 – elf als Spieler, sieben als Trainer – prägten Klopp so nachhaltig, dass er bei einer Preisverleihung in der Mainzer Christuskirche Ende 2018 sagte: „Mainz ist meine alte Heimat und wird früher oder später auch meine neue Heimat sein.“

Georg Forster – Ethnologe

Forster war Ethnologe, Naturforscher, Reiseschriftsteller, Journalist und Revolutionär. Er reiste zusammen mit Kapitän James Cook auf dessen Weltumsegelung durch die Südsee. Später war Forster aktiv an der Gründung der Mainzer Republik beteiligt. Seit 2013 trägt der Neubau für die Sozialwissenschaften auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität den Namen Georg Forsters. Außerdem ist eine Straße in der Neustadt nach ihm benannt.

Dr. Paul Crutzen – Nobelpreisträger

Und noch ein Mainzer Nobelpreisträger: 1995 erhielt Dr. Paul Crutzen zusammen mit Professor Dr. Mario Molina und Professor Dr. F. Sherwood Rowland den Chemie-Nobelpreis. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnete damit die Arbeiten der Wissenschaftler über die Bildung und den Abbau von Ozon aus. Der gebürtige Niederländer Crutzen war von 1980 an für 20 Jahre der Leiter des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz.

Johannes Gutenberg – Erfinder des Buchdrucks

Und nun zum populärsten Mainzer aller Zeiten. Er löste die vielleicht bahnbrechendste Medien-Revolution der Menschheit aus: Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg. Vor mehr als 500 Jahren erfand er in Mainz den Buchdruck und legte damit den Grundstein für flächendeckende Bildung und moderne Medien. 1998 wurde Gutenberg von amerikanischen Journalisten sogar zum „Man of the Millennium“, Mann des Jahrtausends, gewählt.

(rk)

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