Diese Mainzer haben große Karrieren im Ausland gemacht

Bier-Könige, Fußball-Stars und bedeutende Schriftsteller: Wir stellen Euch Mainzer vor, die eine große Karriere im Ausland geschafft haben.

Diese Mainzer haben große Karrieren im Ausland gemacht

Von Mainz aus zur Weltkarriere: Davon träumen viele junge Leute. Wir wollen Euch diejenigen vorstellen, die es bereits geschafft haben. Hier ist der erste Teil unserer neuen Serie.

Adolphus Busch

Er war Teil der Bier-Dynastie im 19. Jahrhundert in den USA: Adolphus Busch, Mitbegründer des Bierkonzerns „Anheuser-Busch“. Dabei stammte der gelernte Großhändler gebürtig aus Mainz-Kastel. Die Gründung des erfolgreichen Bierkonzerns erfolgte aber nicht in Deutschland, sondern über dem großen Teich: im Jahre 1870 in Amerika. Mit der Produktion der Biersorte „Budweiser“ wurde der Konzern weltweit bekannt.

Obwohl Busch Amerika seinen großen Erfolg verdankte, blieb er seiner Heimatstadt Kastel verbunden bis zum Tod. Als im Jahr 1882 Kastel durch ein Hochwasser stark zerstört wurde, spendete der Brauer eine große Summe für den Wiederaufbau.

Jürgen Klopp

Kein echter Mainzer, aber in Mainz startete er seine große Karriere: Jürgen Klopp. Beim FSV war der Schwabe insgesamt 18 Jahre – elf als Spieler und sieben als Trainer. 2004 führte er das Team zum ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Als sich Klopp 2008 Richtung Dortmund verabschiedete, jubelten ihm Tausende auf dem Gutenbergplatz zu.

Mittlerweile liegt dem Coach auch England zu Füßen. Mit dem FC Liverpool gewann er vergangenes Jahr die Champions League, in diesem Jahr gewinnt er, wenn seine Mannschaft nicht einbricht, auch die englische Premier League. Klopp ist mittlerweile das Aushängeschild für Mainz.

Anna Seghers

Von Mainz in den Literatur-Olymp! Anna Seghers wurde 1900 in der Mainzer Neustadt geboren – und verschaffte der Stadt später einen Platz in der Weltliteratur. Nach der „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten musste sie wegen ihres jüdischen Glaubens das Land verlassen. Aus dem Exil schrieb Seghers den Weltbestseller „Das siebte Kreuz“, in dem auch Mainz eine prominente Rolle spielt. 1981, zwei Jahre vor ihrem Tod, wurde sie Ehrenbürgerin der Stadt.

Johannes Gutenberg

Die große Weltkarriere von Johannes Gutenberg begann erst nach seinem Tod. Als Johannes Gensfleisch wurde er um 1400 in Mainz geboren, starb 1468 ebenda und erfand zwischendurch den modernen Buchdruck mit beweglichen Metalllettern. Damit löste er eine Medienrevolution in Europa und später in der ganzen Welt aus. 1997 wurde Gutenbergs Buchdruck vom US-Magazin „Time-Life“ zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt; 1999 kürte das amerikanische A&E Network den Mainzer zum „Mann des Jahrtausends“. Mehr geht nicht. (df)

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