Lebenslange Haft für Tankstellen-Mörder

Angestellter wurde kaltblütig erschossen

Lebenslange Haft für Tankstellen-Mörder

Weil er einen 20- jährigen Tankstellen-Angestellten in Idar-Oberstein wegen eines Streits um das Tragen einer Maske erschossen hatte, ist der Täter (50) am Dienstag am Landgericht Bad Kreuznach wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das berichten mehrere Medien.

Damit folgte das Gericht nicht vollständig der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zusätzlich die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert hatte. Die Verteidigung des Angeklagten hatte dagegen auf Totschlag plädiert.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, schlug sich die Mutter des Opfers bei der Urteilsverkündung die Hand vors Gesicht und brach in Tränen aus. In seinem Schlusswort hatte der 50-Jährige zuvor noch behauptet, wie sehr ihm die Tat leid tue. Zudem gab er an, am Tatabend viel Alkohol getrunken zu haben. Dann erklärte er, wie die „Bild“ berichtet, dass er den Tankstellen-Angestellten wegen seines Asthmas darum gebeten habe, die Maske nicht tragen zu müssen. Doch die Tat hätte wohl verhindert werden können, wie der 50-Jährige am Dienstag vor Gericht noch angab. „Hätte er (das Opfer) nicht so auf meine Bitte reagiert, sich nicht in diesem Befehlston verloren, hätte die Tat vermieden werden können.“ Er habe sich von dem Abiturienten „wie ein Idiot behandelt gefühlt“.

Die Tat ereignete sich am 18. September 2021 in einer Tankstelle in der Hauptstraße in Idar-Oberstein. Kurz vor 20 Uhr betrat der 50-Jährige den Verkaufsraum ohne Maske. Das 20-jährige spätere Opfer wies den 50-Jährigen schließlich darauf hin. Der 50-Jährige kam etwa eine Stunde später zurück zur Tankstelle und schoss dem 20-Jährigen in die Stirn.

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