Bordelle dürfen doch nicht öffnen

Bordelle bleiben auch nach dem 10. Juni geschlossen

Bordelle dürfen doch nicht öffnen

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat die Entscheidung, dass Bordelle und Prostitutionsstätten ab dem 10. Juni wieder öffnen dürfen, zurückgenommen. Das geht aus einer Mitteilung von Montagnachmittag hervor.

„Der ursprünglichen Entscheidung, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen eine Öffnung unter Hygieneauflagen und mit eingeschränktem Leistungsspektrum ab dem 10. Juni zu ermöglichen, lag zugrunde, dass es in Anlehnung an die körpernahen Dienstleistungen folgerichtig sei, gewisse Dienstleistungen auch in Bordellen zuzulassen“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Dies hätte sogenannte „erotische Massagen“ betroffen.

Seit der Entscheidung habe man eine große Resonanz erhalten, auch von Ordnungsämtern. Diese merkten an, dass sie - anders als für andere körpernahe Dienstleistungen - die vorgesehenen weitreichenden Hygiene-, Vorsichts- und Reinigungsvorgaben in Bordellen nicht gleichermaßen effektiv kontrollieren könnten.

Ein weiterer Punkt sei, dass Bordelle in anderen Bundesländern weiterhin geschlossen bleiben. Eine „Verlagerung von Sexualdienstleistungen nach Rheinland-Pfalz“ wolle man so vermeiden. Die Öffnung von Bordellen solle vielmehr mit den anderen Bundesländern im Gleichklang erfolgen.

Deshalb folgte auf die ursprüngliche Entscheidung aus der vergangenen Woche eine Neubewertung der Lage. Bordelle in Rheinland-Pfalz bleiben also auch nach dem 10. Juni vorerst geschlossen. (ab)

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