Wann es in Rheinland-Pfalz keine Corona-Maßnahmen mehr geben wird

Noch gibt es vor allem für Ungeimpfte viele Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz. Doch wann könnte es einen „Freedom Day“, also das Ende aller Maßnahmen geben. Die Landesregierung hat dafür einen bestimmten Wert im Auge.

Wann es in Rheinland-Pfalz keine Corona-Maßnahmen mehr geben wird

Als im Herbst 2020 die Infektionszahlen stiegen, beschlossen Bund und Länder drastische Maßnahmen. Zuerst mussten Gastronomie, Hotels und Kultur schließen, dann waren der Einzelhandel und die Schulen dran, im Frühjahr folgte die Ausgangssperre. Auch wenn wir ein knappes Jahr später deutlich mildere Corona-Maßnahmen haben, kann man nach wie vor nicht von Normalität sprechen. Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung umfasst immerhin noch 26 Paragraphen auf 37 Seiten. Gerade für Personen, die weder geimpft noch genesen sind, gibt es durch die 2G-Modelle erhebliche Einschränkungen.

Doch wann werden alle Corona-Maßnahmen aufgehoben? In einigen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Dänemark gab es bereits einen „Freedom Day“. Wann könnte es hier soweit sein?

Diese Zielmarke muss erreicht werden

Auf eine Merkurist-Anfrage zur Maskenpflicht (wir berichteten) stellte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums klar: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Der Anteil der Bevölkerung, der entweder schon einmal infiziert war oder vollständig gegen das Virus geimpft wurde, steigt zwar an. Der Anteil der nicht immunen Bevölkerung ist jedoch immer noch groß.“ Das liege auch daran, dass es für Kinder unter 12 Jahre noch keinen zugelassenen Impfstoff gebe.

Aber: Die rheinland-pfälzische Landesregierung prüfe fortlaufend, ob Corona-Bekämpfungsmaßnahmen wie die Maskenpflicht angesichts des Impffortschritts und des Infektionsgeschehens noch erforderlich und verhältnismäßig seien. Die Landesregierung hat offenbar auch einen konkreten Zielwert, wann alle Maßnahmen aufgehoben werden könnten. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums sagt: „Damit eine Rückkehr zur Normalität möglich ist, müsste die Impfquote aller Erwachsenen auf mehr als 90 Prozent steigen.“

Aktuell liegt die Quote der doppelt geimpften Über-18-Jährigen in Rheinland-Pfalz laut Robert Koch-Institut bei 75,7 Prozent. Allerdings räumte das RKI kürzlich ein, dass die tatsächliche Impfquote in ganz Deutschland wohl höher ist als angenommen. Wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums sagt, würden bei einer Erwachsenen-Impfquote von mehr als 90 Prozent zwar weiter Menschen an Covid-19 erkranken, aber nicht mehr so viele und nicht mehr mit so schweren Verläufen. „Das muss unser Ziel sein. Deshalb steht aktuell im Fokus, weitere Menschen mit dem kostenlosen Angebot einer Coronaschutzimpfung zu erreichen.“

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