So kommt ihr an das 9-Euro-Monatsticket

Das Fahren mit Bus und Bahn soll deutschlandweit günstiger werden, zumindest zeitweise. Wir sagen euch, was ihr tun müsst, um an das 9-Euro-Monatsticket zu kommen.

So kommt ihr an das 9-Euro-Monatsticket

Um in Zeiten steigender Energiepreise die Bürger zu entlasten, will die Politik für drei Monate die öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) günstiger machen. Nun ist geplant, dass das 9-Euro-Ticket ab dem 1. Juni zu haben sein wird. Es soll dann deutschlandweit im Nahverkehr gültig sein. Das heißt: Wenn ihr ein Ticket in Mainz kauft, könnt ihr es auch im Regionalverkehr von Frankfurt, Köln und München nutzen. Ausgeschlossen sind Fahrten mit dem Fernverkehr, also etwa dem ICE, dem IC und dem EC.

Erwerben kann man es derzeit jedoch noch nicht, teilt die Mainzer Mobilität (MM) mit. Doch wie kommt man an das Ticket, wenn es verfügbar ist? Es werde auf den üblichen Vertriebskanälen verfügbar sein, so die MM, also dort, wo ihr standardmäßig Ticket kaufen könnt. Denn das vergünstigte Angebot werde sich sowohl an Neukunden als auch Bestandskunden richten. Für jeden Monat gebe es dann jeweils ein separates Ticket - also je eins für den Juni, den Juli und den August.

Abokunden müssten daher nicht ihr Abo kündigen, die MM komme zu gegebener Zeit selbst auf sie zu. „Sie müssen sich um nichts kümmern, wir werden eine passende Regelung finden“, ist von der MM zu erfahren. Vermutlich werde es für Abokunden Reduzierungen der Bankeinzüge oder Gutschriften geben.

Hintergrund

Das 9-Euro-Ticket ist Teil des deutschlandweiten Entlastungspakets, das Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) im März angekündigt hatte. So soll Bus- und Bahnfahren für einen begrenzten Zeitraum verbilligt werden, als Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ befürchtet, dass es an Sommerwochenenden auf touristisch interessanten Strecken zu übermäßiger Nachfrage kommt und dann nicht alle Fahrgäste mitfahren können. „Ohne zusätzliche Regionalzüge, die mit Regionalisierungsmitteln bestellt werden müssen, erwarten wir hier chaotische und abschreckende Zustände“, so der Pro Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann.

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