9-Euro-Monatsticket: Start verzögert sich

Als Entlastung in Zeiten steigender Energiepreise will die Politik für drei Monate das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln günstiger machen. Nun jedoch lässt das 9-Euro-Monatsticket weiter auf sich warten.

9-Euro-Monatsticket: Start verzögert sich

Für neun Euro im Monat in Mainz mit dem Bus fahren statt für 87 Euro: Erst Ende März hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) angekündigt, deutschlandweit das Bus- und Bahnfahren für einen begrenzten Zeitraum zu verbilligen. Das 9-Euro-Monatsticket ist als Teil eines deutschlandweiten Entlastungspakets vorgesehen, als Ausgleich für die gestiegenen Energiekosten.

Abos sollen nun nicht gekündigt werden

Nun warten auch die Mainzer auf die günstige Monatskarte. Ursprünglich hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) diese bereits zum 1. Mai geplant. Wie ist der aktuelle Stand? „Zum aktuellen Zeitpunkt wissen wir leider noch nicht, wie und wann das 9-Euro-Monatsticket im ÖPNV, das im Entlastungspaket der Bundesregierung vorgestellt wurde, umgesetzt wird“, meldet dazu die Mainzer Mobilität (MM). Fälschlicherweise meinten wohl einige Fahrgäste, dass der ÖPNV nun kostenlos sei. Auch würden einige Kunden ihre Abonnements kündigen – laut MM keine gute Idee. „Wenn Sie Abo-Kunde bei uns sind, bitten wir Sie darum, jetzt nicht Ihr Abo zu kündigen. Wir wissen noch nicht, wann das Ticket kommt“, appelliert die MM. Wenn Näheres bekannt sei, werde man eine jeweils passende Regelung finden, die „niemanden schlechter stellt, der bereits eine gültige Zeitkarte hat“. Das Angebot werde sich dann sowohl an Neukunden als auch an Bestandskunden richten.

Zudem sei noch nicht klar, wo es die Tickets dann zu kaufen gebe und in welchem räumlichen Umkreis sie gültig sein werden. „Es gibt dafür aber in den Bundesländern Arbeitsgruppen, an denen auch die Verkehrsverbünde beteiligt sind, in diesen wird über die konkrete Umsetzung beraten“, heißt es bei der MM.

Wie das zuständige Ministerium für Mobilität gegenüber dem SWR mitteilt, würde sich der Start des 9-Euro-Monatstickets aufgrund der noch zu klärenden Punkte nun auf mindestens den 1. Juni verschieben. Vor allem komme es darauf an, wann die finanziellen Mittel des Bundes in Rheinland-Pfalz ankommen, mit denen die Verluste der Verkehrsbetriebe ausgeglichen werden sollen. Denn eine solch hohe Vorleistung könne das Land allein nicht tragen.

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