Aktivisten besetzen Gebäude auf Mainzer JGU-Campus

Protest gegen fossile Wirtschaft

Aktivisten besetzen Gebäude auf Mainzer JGU-Campus

Unter dem Namen „End Fossil: Occupy“ finden derzeit weltweit dutzende Universitäts- und Schulbesetzungen gegen die fossile Wirtschaft statt. Eine Gruppe von Studierenden protestiert am Montag auf dem Gelände der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität (JGU).

„End Fossil: Occupy!“ ist nach eigenen Angaben ein internationaler Aufruf an Schüler und Studierende, deren Universitäten und Schulen zu besetzen. Das gemeinsame Ziel sei, die fossile Industrie weltweit zu beenden. An zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Schulen fänden Solidaritätsbekundungen mit den weltweiten Besetzungen statt, so auch in Mainz.

Mit dutzenden Bannern sorgten die Aktivisten von „End Fossil: Occupy“ in mehreren Städten für Aufmerksamkeit. An öffentlichen Orten und Bildungseinrichtungen waren bundesweit Forderungen nach mehr Klimagerechtigkeit auf großen Transparenten zu lesen. „Trotz vierjähriger Klimaproteste bleibt Deutschland weit hinter seinen klimapolitischen Verpflichtungen zurück und macht sich weiterhin von fossilen Infrastrukturen abhängig. Wir haben keine Zeit mehr für Unentschlossenheit: We don’t demand, we occupy!“, so Aktivistin Juna F.

Ein Banner mit der Aufschrift „Keine Zukunft mit Fossilen“ hängt seit Montag sichtbar von der Muschel auf dem Mainzer JGU-Campus. „Damit wollen wir klar machen, dass ein ‘Weiter so’ nicht möglich ist. Wir wollen den Studierenden Mut machen, selbst aktiv zu werden und unser aller Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, so Aktivist Niklas M. aus Mainz. Wie eine Sprecherin der JGU gegenüber Merkurist erklärt, werde das Banner an der Muschel vorerst nicht entfernt. Auch sei der Universität nicht bekannt, dass es während des Protests zu Sachbeschädigungen gekommen sei. Inzwischen ist die „Muschel“ auf dem Campus nicht mehr besetzt. Wie eine Polizeisprecherin gegenüber Merkurist erklärt, seien die Aktivisten von der Muschel herabgestiegen, nachdem sie vom Sicherheitsdienst der JGU dazu aufgefordert worden waren.

Weltweite Aktionen

Auch im Vereinigten Königreich, Sambia, Spanien und Portugal würden laut den Aktivisten zur gleichen Zeit Besetzungen starten. Andere Länder, in denen Besetzungen geplant seien, sind Kolumbien, Frankreich, die Schweiz, die Niederlande und Österreich. Die University of Pennsylvania in den Vereinigten Staaten war zwischenzeitlich von der Studierendengruppe „Fossil Free Penn“ besetzt.

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