So soll die neue Straßenbahn durch Mainz fahren

Nach zwei Jahren Arbeit hat der Interessenbeirat seine Empfehlung für die neue Mainzer Tram-Linie zur Uniklinik und ins Heiligkreuz-Viertel vorgelegt. So soll die Strecke verlaufen.

So soll die neue Straßenbahn durch Mainz fahren

Der Interessenbeirat für den Mainzer Straßenbahnausbau hat am Dienstag (12. Mai) seinen Abschlussbericht an Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) übergeben. Wie die Stadt Mainz und die Mainzer Mobilität mitteilen, endet damit die umfassende Bürgerbeteiligung für das Teilprojekt „M wie Zukunft: Meine Straßenbahnstadt – Heiligkreuz-Viertel und Uniklinik“.

Der Bericht enthält eine Empfehlung für eine Vorzugsvariante der künftigen Streckenführung. Diese biete die größte Erschließungswirkung bei gleichzeitig vergleichsweise geringen Eingriffen in Umwelt und Bestand, so das Gremium. Grundlage war ein intensiver Abwägungsprozess.

Diese Strecke wird empfohlen

Die empfohlene Strecke setzt sich aus drei zentralen Abschnitten zusammen:

  • Hauptbahnhof West – Am Linsenberg – Langenbeckstraße – Philippsschanze – An der Goldgrube

  • Hechtsheimer Straße – Alte Mainzer Straße – Weisenauer Weg – Am Alten Wasserwerk – Bodenheimer Straße – Auf dem Hewwel-Am Kühborn bis Zur Laubenheimer Höhe/K13

  • Am Stiftswingert – Göttelmannstraße – Heiligkreuzweg (bis Max-Hufschmidt-Straße)

Sollte sich diese Variante als nicht umsetzbar erweisen, hat der Beirat eine Rangfolge mit alternativen Streckenführungen benannt. „Für unser Unternehmen ist der Abschlussbericht des Interessenbeirats eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungen“, sagt MVG-Geschäftsführer Florian Wiesemann. Der Bericht bündle die Perspektiven der Stadtgesellschaft und liefere wertvolle Hinweise.

Zwei Jahre ehrenamtliche Arbeit

Der Interessenbeirat war das zentrale Element eines Beteiligungsprozesses, der im März 2023 begann. Seit Juni 2024 arbeiteten die 20 ehrenamtlichen Mitglieder – Bürger sowie Vertreter von Interessengruppen – in elf Sitzungen, bei Ortsbegehungen und in Expertengesprächen. „Mainz setzt nicht auf fertige Lösungen ,von oben‘, sondern auf echten Dialog, Transparenz und das gemeinsame Gestalten“, betonte Oberbürgermeister Haase bei der Übergabe im Stadthaus.

Die Empfehlung des Gremiums wird nun von der Stadtverwaltung und der Mainzer Mobilität fachlich aufgearbeitet. Anschließend wird sich der Mainzer Stadtrat mit den Ergebnissen befassen, um eine grundsätzliche Richtung für die neue Anbindung von Uniklinik und Heiligkreuz-Viertel vorzugeben. Eine endgültige Festlegung auf eine konkrete Variante ist das aber noch nicht. Diese Entscheidung trifft der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt.