Mit einer symbolischen Einweihungsfahrt ist die Straßenbahnstrecke zwischen Gonsenheim und Finthen wieder freigegeben worden. Seit dem Sommer 2022 wurden hier die Gleise auf der vier Kilometer langen Strecke saniert.
Dabei wurden laut der Mainzer Mobilität (MM) in mehren Bauabschnitten das Gleisbett erneuert, neue Straßenbahngleise und Weichen verlegt sowie Fahrleitungen und Masten saniert. Zudem wurde in der Breiten Straße der vorher marode Straßenbelag auf der gesamten Straßenbreite erneuert. Teilweise wurde das Schottergleis durch Rasengleis ersetzt, das den Lärm mindern soll.
45 Jahre alte Gleise
Am Samstag (2. November) dann fand die erste Fahrt als Sonderfahrt zur Wendeschleife an der Römerquelle statt. „Die Arbeiten entlang der etwa vier Kilometer langen Strecke haben Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden, Fahrgästen und Verkehrsteilnehmern einiges an Geduld und Toleranz abverlangt“, heißt es von Seiten der MM.
45 Jahre alt sei der Streckenabschnitt, die Sanierung sei laut den MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof und Florian Wiesemann „unvermeidlich“ gewesen. Etwa 4,2 Millionen Fahrgäste nutzen die Straßenbahn in Gonsenheim und Finthen inzwischen pro Jahr.
13,5 Millionen Euro Kosten
Insgesamt habe das Bauprojekt etwas weniger als die ursprünglich veranschlagten 13,5 Millionen Euro gekostet, gefördert wurde es mit rund 6 Millionen Euro durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes. Unterstützung kam auch von der Stadt Mainz: Der Mainzer Stadtrat hatte außer einen Zuschuss von vier Millionen Euro zu der Maßnahme auch Geld für den Einbau der Rasengleise zur Verfügung gestellt.
Auf dem Streckenabschnitt zur Poststraße können erst voraussichtlich Mitte Dezember wieder Straßenbahnen fahren. Hier werden die Haltestellen noch behindertengerecht umgebaut.