Um kurz vor 9 Uhr am Samstagmorgen ging der Alarm ein: „Person unter Straßenbahn“. Einsatzort: die Inge-Reitz-Straße am Zollhafen in der Mainzer Neustadt. Ein Großeinsatz für die Mainzer Feuerwehr, den Rettungsdienst, aber auch die Mitarbeiter der Mainzer Mobilität.
Minuten später waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge vor Ort. Die „Person“, ein Übungsdummy, lag eingeklemmt zwischen den Schienen und der 38 Tonnen schweren Straßenbahn, sie war schwer verletzt. Außerdem befanden sich in der Straßenbahn etliche Menschen, die unter Schock standen.
Anspruchsvolle Aufgabe für Notfallmanagement
Mit Hydraulikmaschinen wurde das riesige Fahrzeug zunächst langsam hochgehoben. Gleichzeitig wurden die Fahrgäste und „Zeugen“ von den Maltesern versorgt. Am Ende war der simulierte Einsatz erfolgreich, alle Retter arbeiteten Hand in Hand. Genau dies sollte an diesem Morgen trainiert werden: „die Zusammenarbeit des Notfallmanagements der Mainzer Mobilität, des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehr bei der anspruchsvollen Aufgabe, eine eingeklemmte Person zu befreien“, erklärte die Stadt Mainz im Vorfeld.
„Auch oder gerade weil Unfälle, bei denen Personen unter einer Straßenbahn eingeklemmt sind, äußerst selten sind, soll dieses Szenario geübt werden.“ Ganz unvorbereitet waren die Einsatzkräfte nicht: Bereits zuvor wurde das Anheben der verschiedenen Straßenbahntypen mehrfach geübt.