Maskenverweigerer berufen sich auf Reichsgesetze von 1914

Sie hörten zudem laute Musik und tranken Alkohol

Maskenverweigerer berufen sich auf Reichsgesetze von 1914

Weil sie ohne Abstand und ohne Masken auf den Stufen vor dem Staatstheater alkoholische Getränke konsumiert haben, bekamen sieben Personen am Wochenende Probleme mit der Mainzer Polizei.

Die sieben Frauen und Männer zwischen 21 und 67 Jahren standen zudem eng beieinander und hörten laute Musik. Als die Polizei sie kontrollieren wollte, beriefen sich die sieben auf Reichsgesetze von 1914 und lehnten jede Gültigkeit des Grundgesetzes und der derzeit geltenden Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab.

Eine Überprüfung der Personen gestaltete sich ebenfalls schwierig, da diese ihre Personalien nicht angaben beziehungsweise ihre Ausweisdokumente nicht aushändigten. Nach Abschluss der Kontrolle wurde den fünf Männern und zwei Frauen aus Mainz, Budenheim, Wiesbaden und Ginsheim-Gustavsburg ein Platzverweis für die Mainzer Innenstadt ausgesprochen.

Weil ein unbeteiligter Zeuge aus der Gruppe heraus, als „linkes Faschistenschwein“ beleidigt wurde, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eröffnet. Gegen alle Personen werden nun Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die aktuelle Corona-Verordnung gefertigt. Zur Reduzierung von Ansteckungsrisiken setzte die Polizei Mainz drei Streifenteams und Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei ein.

Generell stellte die Polizei am Wochenende aber nur wenige Verstöße gegen die Regelungen fest. Die mittlerweile geltende Maskenpflicht am Rheinufer wird jedoch noch nicht flächendeckend beachtet, wie die Polizei mitteilt. Aufgrund der neu erlassenen Regelung und einer erst kürzlich aufgestellten Beschilderung werden Personen ohne Maske deshalb freundlich auf die Maskenpflicht hingewiesen, ohne weitere Konsequenzen. Auffällig bleibt, dass es während der Kontrollen regelmäßig zu intensiven, aber grundsätzlich freundlichen Gesprächen zu den geltenden Regelungen kam.

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