Illegale Prostitution in der Mainzer Altstadt

Ordnungsamt stellt gleich mehrere Fälle fest

Illegale Prostitution in der Mainzer Altstadt

Das Mainzer Ordnungsamt (OA) hat mehrere Fälle illegaler Prostitution bei Kontrollen am Donnerstag aufgedeckt. Unter anderem bremsten die Mitarbeiter eine betrunkene Prostituierte aus, die gerade mit dem Auto aus einer Hotel-Tiefgarage flüchten wollte.

Ursprünglich wurde das OA in das Hotel gerufen, weil sich nach Angaben einer Mitarbeiterin auf einem angrenzenden Spielplatz mehrere Jugendliche mit zwei Autos getroffen und dort eine Party gefeiert haben sollen. Zudem würden direkt vor dem Hotel zwei Personen mit Bademänteln herumlaufen, welche auch von Zeit zu Zeit geöffnet wurden.

Der Kommunale Vollzugsdienst erschien daraufhin mit mehreren Streifen vor Ort. Die gemeldete Party konnte zwar nicht mehr festgestellt werden, dafür aber ein Mann und eine Frau in Bademänteln. Es stellte sich heraus, dass der Mann zulässigerweise als Gast im Hotel residierte, seine weibliche Begleitung jedoch kein Gast war, sodass aufgrund der Umstände der dringende Verdacht bestand, dass es sich bei der Frau um eine Prostituierte handelte.

Nachdem die beiden die Ankunft der Streifen bemerkt hatten, sperrten sie sich in einer der Hoteltoiletten ein. Von dort aus begaben sie sich zu einem in der Tiefgarage abgestellten Auto und versuchten zu fliehen. Dies konnte jedoch durch die Mitarbeiter des Kommunalen Vollzugsdienstes verhindert werden. Beide Personen machten dabei einen alkoholisierten Eindruck. Die schließlich hinzugezogene Streife der Polizei konnte bei der Frau, die am Steuer des Autos gesessen hatte, einen Atemalkoholwert von 1,66 Promille feststellen.

Bei weiteren Kontrollen suchten die Mitarbeiter des OA unter anderem ein Apartmenthaus in der Altstadt auf. Hier wurde in einem über eine Online-Plattform als Ferienwohnung vermieteten Apartment eine aus dem asiatischen Raum stammende Prostituierte angetroffen. Diese verfügte weder über die nach dem Prostituiertenschutzgesetz notwendigen Dokumente, noch über die entsprechende Aufenthaltserlaubnis.

Es wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Corona-Bekämpfungsverordnung und das Prostituiertenschutzgesetz - sowohl gegen die Prostituierte, als auch gegen die Vermieterin - eingeleitet. Die weitere Bearbeitung der möglichen ausländerrechtlichen Verstöße wurde von der Polizei übernommen.

Logo