So lief die „Kaufland“-Eröffnung

Supermarkt-Eröffnung in Zeiten der Corona-Krise: In Mainz gibt es jetzt eine „Kaufland“-Filiale. Am 26. März hat sie in der Mombacher Rheinallee eröffnet – wir waren dabei.

So lief die „Kaufland“-Eröffnung

Der erste „Kaufland“-Markt in Mainz hat am heutigen Donnerstag eröffnet – und für viele Mainzer war das ein Grund, schon am frühen Morgen ins Mombacher Gewerbegebiet zu fahren. Bereits um 6 Uhr, also eine Stunde vor der Eröffnung, bildete sich eine Schlange vor dem Laden, wie eine Einweiserin sagt. „Später ging die Schlange teilweise über den kompletten Parkplatz“, erzählt sie. Die Wartezeiten für die Kunden waren dennoch nicht so lang, wie man angesichts der Schlange befürchten konnte: Denn erstens musste jeder Kunde mit Einkaufswagen anstehen und zweitens gab es einen vorgegebenen Sicherheitsabstand.

Gegen 10 Uhr hatte sich die Lage schon beruhigt und die Schlange war deutlich kürzer. „Ich habe nur etwa 10, 15 Minuten angestanden“, sagt Kundin Christiane (64). Ihr Einkaufswagen ist kaum gefüllt, Toilettenpapier fehlt ganz. „Wir haben sowieso immer eine Packung auf Lager.“ Sie sei vor allem wegen des Staubsaugerroboters gekommen. Corona-Angst habe sie nicht. „Ich bin da relativ entspannt, trage Gummihandschuhe und halte den Sicherheitsabstand ein. Und auch die anderen Kunden halten sich daran – wenn auch nicht immer mit zwei Metern Abstand.“

Eine andere Kundin erzählt gegenüber Merkurist, dass sie schon mindestens seit 30 Jahren hier einkaufe – noch zu „Esbella“-Zeiten. „Ich war neugierig, wie das neue Einkaufszentrum geworden ist.“ Ihr Eindruck: sehr positiv. Der Einkaufswagen ist voll, auch eine Packung Klopapier liegt oben drauf. „Das ist aber nicht für mich, sondern für Arbeitskolleginnen, die keines mehr haben.“

„Große Solidarität unter den Kunden“

Am heutigen Donnerstag lässt „Kaufland“ bei einer Verkaufsfläche von mehr als 4300 Quadratmetern nur 250 Kunden gleichzeitig rein. In den letzten Wochen habe man wegen der Corona-Krise über eine spätere Eröffnung nachgedacht, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. „Aber gerade in der aktuellen Lage ist es für die Mainzer sehr wichtig, dass ein weiterer Lebensmittelmarkt für sie die Warenversorgung sicherstellt.“

Zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter habe man ein Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt und mit der Stadt Mainz abgestimmt. Dabei gelten folgende Regeln: „Zeigt Anstand: haltet Abstand“; „Zahlt kontaktlos“; „Habt Geduld und zeigt Respekt“; „Nutzt die digitalen Services von Kaufland“; „Keine Angst vor Engpässen“.

Und die Kunden scheinen die Regeln ernst zu nehmen, verhielten sich generell rücksichtsvoll, finden Hausleiter Sebastian Pfeifer und Benedikt Schmidt, Verkaufsleiter bei „Kaufland“ Deutschland. „Die Regeln werden eingehalten und ich habe den Eindruck, dass es eine große Solidarität unter den Kunden gibt“, sagt Schmidt. Und er hat noch eine gute Nachricht: „Auch beim Klopapier wird es nicht zu Engpässen kommen.“

Die Kaufland-Filiale in Mainz-Mombach hat Montag bis Samstag von 7 bis 22 Uhr geöffnet. (mm)

Logo