Abstand halten im Supermarkt: Wer kontrolliert hier die Corona-Regeln?

Während Geschäfte im Einzelhandel im Lockdown geschlossen sind, haben Supermärkte weiterhin geöffnet, um die Bevölkerung zu versorgen. Doch die Einhaltung der Hygiene-Regeln scheint hier nicht immer gewährleistet zu sein.

Abstand halten im Supermarkt: Wer kontrolliert hier die Corona-Regeln?

Im Lockdown gelten knallharte Kontaktbeschränkungen. Treffen mit mehr als einer Person aus einem anderen Haushalt sind aktuell nicht erlaubt. Auf den Kopf gestellt wird diese Regelung aber jeden Tag beispielsweise beim Einkauf im Supermarkt. Hier kommen je nach Größe des Ladens bis zu mehreren Hundert Menschen zusammen. Das genaue Einhalten der Hygieneregeln scheint dabei fast nicht möglich. Das hat auch Leser Dirk beobachtet. Er fragt sich: „Wer kontrolliert hier die Personenanzahl in Bezug auf Abstand zu Coronas Zeiten?“ Konkret geht es Dirk dabei um die Kaufland-Filiale in Mombach.

Wie er sagt, sei er zuletzt vor Ort geschockt gewesen über den Andrang. „Ich bin ohne Einkauf so schnell wie möglich aus der Kaufhalle raus. Hier ist doch niemals eine Zutrittsbeschränkung eingehalten“, sagt Dirk. Doch auch in anderen Märkten scheint es schwierig zu sein, die Abstandregeln einzuhalten, wie verschiedene Leser meinen:

Und Leserin Jutta fragt: „Welches Geschäft kontrolliert überhaupt noch? Überall lange Schlangen an den Kassen. Die Kassen werden nicht alle geöffnet. Wo also ist das Ordnungsamt? Keiner kontrolliert in den Geschäften.“ Sylwie bewertet die Situation entspannter. Supermärkte seien bisher kein Hotspot, obwohl hier Hunderte Menschen dicht an dicht stünden.

Wie Kaufland die Lage bewertet

Bei Kaufland nimmt man die Einhaltung der Corona-Regelungen sehr ernst. „Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden haben für uns oberste Priorität. In allen Bundesländern stehen wir mit den zuständigen Behörden in Kontakt und setzen alles daran, behördlich auferlegte Verordnungen zeitnah und pragmatisch umzusetzen“, erklärt Andrea Kübler von der Kaufland-Unternehmenskommunikation.

In vielen Bereichen seien Plexiglasscheiben angebracht. Mit Plakaten, Bodenmarkierungen und Durchsagen bitte man die Kunden um gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der geforderten Abstände. „Aufgrund unserer großen Verkaufsflächen sowie den breiten Gängen können wir in unseren Märkten die geforderte Kundenanzahl sowie die Mindestabstände gut einhalten. Die überwiegende Mehrzahl unserer Kunden trägt eine Maske, viele notwendige Verhaltensregeln haben sich mittlerweile gut eingespielt“, so Kübler.

Zudem werde die Umsetzung und Einhaltung dieser Maßnahmen von den lokalen Ordnungsämtern regelmäßig kontrolliert. Das Feedback sei bisher immer positiv gewesen, sagt die Kaufland-Sprecherin. Sollte es jedoch Beanstandungen geben, würde Kaufland umgehend nachbessern.

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