Rückbau beginnt: Bald ist das „Inter 1“ verschwunden

Schadstoffhaltige Fassade wird zunächst entfernt

Rückbau beginnt: Bald ist das „Inter 1“ verschwunden

Der Rückbau des ehemaligen Studentenwohnheims „Inter I“ auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) beginnt nun. Das teilte der zuständige Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) vergangene Woche mit.

Vor dem Abbruch des 45 Meter hohen Hochhauses soll an dessen Fassade das schadstoffhaltige Fugenmaterial entfernt und entsorgt werden. Unter anderem befindet sich der Schadstoff Asbest in der Fassade des Gebäudes, das in den 60er-Jahren errichtet wurde. Deshalb wird in den kommenden vier bis sechs Wochen ein Baugerüst in etwa der gleichen Höhe am Gebäude errichtet. Zum Schutz vor Staub soll es komplett mit einem feinmaschigen Schutznetz versehen werden. Die Kosten der Schadstoffentsorgung belaufen sich laut LBB auf rund eine Million Euro.

Vertreter der benachbarten städtischen Kindertagesstätte, des Wohnheims Inter II und der JGU wurden in einer vom LBB organisierten Besprechung zuvor über Abläufe und Schutzmaßnahmen informiert.

Im Herbst 2020 soll dann voraussichtlich der Abbruch des Gebäudes beginnen. Zunächst werden die beiden Nebengebäude niedergelegt. Das Hochhaus wird von oben nach unten zurückgebaut. Das Staffelgeschoss und die obersten Etagen werden mit Mini-Baggern abgetragen, die mit einem Autokran an ihren Einsatzort gehoben werden. Anschließend wird das Gerüst komplett abgebaut. Den weiteren Rückbau übernehmen sogenannte Longfront-Bagger, die mit ihren Abbruch-Scheren bis zu 35 Meter hinaufreichen. Innerhalb von Wochen sollen das Hochhaus, fast sein gesamter Keller und die Bodenplatte zurückgebaut sein. (ms)

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