Pläne für altes FH-Gebäude in Mainz-Gonsenheim vor dem Aus?

Was wird aus dem alten FH-Gebäude in Gonsenheim? Die geplante Berufsschule passt nicht ins Gebäude und ein Neubau würde zu viele Bäume kosten. Die Zukunft des Standorts ist ungewiss.

Pläne für altes FH-Gebäude in Mainz-Gonsenheim vor dem Aus?

Die Zukunft des seit langem leerstehenden Fachhochschulgebäudes in Mainz-Gonsenheim ist weiter offen. Eigentlich sollte dort die Sophie-Scholl-Schule (BBS 2) ein neues Zuhause finden. Doch wie die Verwaltung in einer Antwort auf eine Anfrage der Volt-Fraktion im Mainzer Stadtrat nun mitteilt, ist das bestehende Gebäude für die Schule zu klein.

Die Stadt hatte das Grundstück an der Bruchspitze 50 bereits 2019 erworben, um einen Neubau für die Berufsschule zu errichten. Seitdem wurde das Gebäude mehrfach zwischengenutzt, unter anderem als Corona-Impfzentrum, als Sammelstelle für Erdbebenspenden und als Lager für die Feuerwehr. Aktuell beherbergt es noch die Schulbuchausleihe und eine Jugendverkehrsschule der Polizei.

Studie zeigt Probleme auf

Eine laufende Machbarkeitsstudie hat nun erste Ergebnisse geliefert, die den ursprünglichen Plänen einen Dämpfer verpassen. Demnach reicht der Platz im Bestandsgebäude nicht aus, um den Raumbedarf der Sophie-Scholl-Schule zu decken. „Eine Nutzung des Bestandsgebäudes für die geplante Schule wäre aufgrund der baulichen Gegebenheiten damit nicht umsetzbar“, heißt es vonseiten der Verwaltung.

Aber auch ein Neubau an diesem Standort erweist sich als schwierig. Dieser wäre laut Stadt mit „umfangreichen Baumfällungen auf dem Grundstück verbunden“. Solche Eingriffe in den vorhandenen Baumbestand seien vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen in den städtischen Gremien aber „nicht vertretbar“.

Alternative Standorte werden geprüft

Ob und wann eine Entscheidung über die künftige Nutzung des Geländes fällt, ist unklar. Parallel prüft die Stadtverwaltung derzeit auch alternative Standorte für die Berufsschule. Erst wenn alle Studien abgeschlossen sind, sollen die Ergebnisse dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest.

Seit dem Erwerb des Gebäudes sind für die Stadt bereits Kosten entstanden. Für Planungsmaßnahmen fielen bislang 25.000 Euro an. Die Instandhaltungskosten seit 2016 belaufen sich auf rund 264.000 Euro.