Warum ein Köngernheimer Brötchen an 50 Haushalte verteilt

Im rheinhessischen Köngernheim hat ein Mann an den letzten drei Sonntagen Brötchen an etwa 50 Haushalte verteilt. Wir haben mit ihm gesprochen.

Warum ein Köngernheimer Brötchen an 50 Haushalte verteilt

Stell dir vor, du machst am Sonntagmorgen die Tür auf und dort liegen schon frische Brötchen. So erging es an den vergangenen Sonntagen mehreren Menschen im rheinhessischen Köngernheim. Darunter auch Merkurist-Leser Nik. „Den dritten Sonntag in Folge versorgt ein edler Spender jeweils 50 Haushalte in Köngernheim mit frischen Sonntagsbrötchen“, schreibt er in seinem Snip.

Doch wer ist der „edle Spender“? Merkurist hat mit ihm gesprochen, seinen Namen verraten will er aber nicht. „Ja, es stimmt, ich habe die Brötchen verteilt. Aber ich will keine große Aufmerksamkeit“, sagt er. „In diesen schweren Zeiten sollte man auch für andere Menschen mal etwas Gutes tun.“

Freude machen und Virus eindämmen

Auch vor der Corona-Krise habe er manchmal Brötchen für seine Nachbarn geholt, jetzt mache er es eben jeden Sonntag für etwa 50, 60, 70 Haushalte, wie er sagt. Sein Ziel: „Vielleicht kann man damit den Menschen eine kleine Freude machen und gleichzeitig das Virus etwas eindämmen, weil dann weniger Leute das Haus verlassen müssen.“

Außerdem wolle er mit der Aktion die Bäckerei „Werner“ unterstützen, wo er die Brötchen kauft. „Den Bäckereien geht es nicht gut zur Zeit, sie müssen ihre Cafés schließen und die Leute kaufen weniger Brötchen.“ Der anonyme Spender hofft, dass einige Menschen seinem Vorbild folgen werden. „Es geht einfach nur um kleine Gesten in dieser schwierigen Zeit. Wir müssen zeigen: Es gibt noch Solidarität unter den Menschen.“ (nl)

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