Der Aufstieg von DJ Big Tim aus Mainz

Wenn der Mainzer Tim Köhler demnächst in Düsseldorf auftritt, dann werden ihm mehrere Zehntausend Zuschauer zuhören. Als DJ Big Tim wird der 32-Jährige erstmals vor rund 50.000 Zuschauern auflegen und im besten Fall die Massen begeistern.

Der Aufstieg von DJ Big Tim aus Mainz

Von der Dorf-Disco hin zu einem der größten Musikfestivals Europas: Der Mainzer Tim Köhler alias DJ Big Tim wird kurz vor dem vierten Advent (17.12.) das erste Mal auf dem World Club Dome im Düsseldorfer Fußballstadion auflegen. Für den Mainzer ist das ein riesiger Erfolg, auf den er sehr stolz ist. Wie Köhler den Weg in die Top-Liga der DJs geschafft hat, erzählt er im Gespräch mit Merkurist.

Vom Hobby zum Beruf

Am DJ-Pult angefangen hat Köhler schon vor mehr als zwölf Jahren. Sein Interesse zur Musik sei aber schon immer da gewesen, so der DJ. So spielte er 17 Jahre lang Schlagzeug und sechs Jahre Trompete. Die elektronische Musik mit kommerziellen Sounds zum Mitsingen habe ihn über die Jahre immer mehr fasziniert. Zu Beginn war das Auflegen nur ein Hobby, doch: „Mit 18 Jahren habe ich Star-DJ David Guetta das erste Mal live gesehen und wusste danach: Da, wo David Guetta jetzt ist, möchte ich irgendwann auch mal sein“, so der DJ über sein Idol. Er (Guetta) habe die „Elektronische Tanzmusik“ (EDM) wie kein anderer geprägt. Vor seinem Durchbruch spielte DJ Big Tim auf Abipartys, Stadtfesten und in regionalen Clubs in Mainz und Wiesbaden. Seinen Aufstieg zum Berufs-DJ habe er einem Reiseveranstalter zu verdanken, der ihn für seine After-Snow-Partys gebucht hat. Seitdem er dann von einer Bookingagentur aufgenommen wurde, legte er schließlich deutschlandweit in Clubs und auf kleineren Festivals auf.

Während er sich in der Corona-Pandemie mit dem Produzieren von eigenen Tracks und Remixen auseinandersetzte, entwickelte sich sein Remix zu „Zukunft Pink“ von Peter Fox zum Riesen-Hit. „Auf Tik Tok ging der Track dann viral“, sagt Big Tim. Durch diesen Erfolg konnte er sich dann seinen lang ersehnten Traum erfüllen. Er bekam die Chance auf der Main Stage (Hauptbühne) beim diesjährigen World Club Dome im Winter aufzulegen.

Über seine Entwicklung als DJ in diesem Jahr ist Tim Köhler daher mehr als überwältigt. „Es ist einfach krass, was sich gerade für Türen öffnen. Nächstes Jahr spiele ich auf Festivals im Ausland, fünf eigene Produktionen von mir werden veröffentlicht und das ist nur der Anfang“, so Köhler. Sein Ehrgeiz kenne keine Grenzen. Am liebsten wolle er irgendwann auf der „Tomorrowland“-Bühne, einem der bedeutendsten Open-Air-Festivals für EDM, stehen.

Tipps für Newcomer

Für junge talentierte DJs, die auch davon träumen, ihr Hobby zum Beruf zu machen, hat der DJ noch ein paar Tipps. Man solle jede Gelegenheit zum Auflegen nutzen, ungeachtet der Gage. „Man muss immer dran bleiben. Spielen, spielen, spielen. Das, was wir machen, ist wie ein Unternehmen. Du musst als DJ Leute in den Laden bringen und somit die Clubs füllen.“ Hierfür müsse man sich ein großes Netzwerk und eine Community aufbauen. Marketingkenntnisse seien auch erforderlich, um sich selbst und seine Musik zu vertreiben. Positiv sei, dass es zurzeit viele freie Slots in der DJ-Szene gebe, weil einige ältere DJs durch die Corona-Pandemie aufgehört hätten zu spielen, so Köhler. „Das ist eine super Chance für junge Talente, den Weg in die berufliche Branche zu finden.“

Das nächste Mal in der Region tritt DJ Big Tim in Nieder-Olm auf. Dort könnt ihr ihn bei seinem Altweiber-Karneval-Opening in der Eckes-Halle (16. Februar) sehen und vor allem hören.

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