Stinken die Bäume in der Pfaffengasse?

In der Pfaffengasse sollen die Bäume einen unangenehmen Duft versprühen. Doch sind es wirklich die Bäume, die übel riechen?

Stinken die Bäume in der Pfaffengasse?

Zurzeit stehen in Mainz die meisten Bäume und Sträucher in voller Pracht. Auch in der Pfaffengasse in der Altstadt ist das so. Doch nicht jeder scheint sich darüber zu freuen. Leserin Lalilu verbindet mit den Bäumen in der Gasse ein unangenehmes Gefühl. Sie fragt in ihrem Snip: „Wieso stinken die Bäume in der Pfaffengasse so sehr?“

Dass die weiblichen Ginko-Bäume einen sehr unangenehmen Geruch haben, bestätigt auch Rainer Michalski vom Naturschutzbund (NABU) Rheinhessen-Nahe. „Die Früchte des weiblichen Ginko-Baums riechen nach Buttersäure, was wiederum nach Erbrochenem riecht.“ Ginko-Bäume stehen aber in der Pfaffengasse nicht.

Generell liege es aber auch immer „in der Nase des Betrachters“, ob ein Baum oder eine Pflanze unangenehm riecht, sagt Michalski. Theoretisch könnte der Geruch in der Gasse auch auf den Wilden Wein zurückgehen. Wenn dieser blühe und Bienen und Wespen anlocke, könnte der Geruch vorübergehend auf manche Passanten unangenehm wirken.

Andere Ursachen?

Dass es nicht an den Bäumen liegt, glaubt auch Leserin Gina:

Auch Rainer Michalski vom NABU zieht andere Ursachen für einen möglichen unangenehmen Geruch in Betracht. „Es könnte eine tote Taube in der Nähe des Baumes sein, die gerade verwest oder zum Beispiel eine Mülltonne mit Essensresten.“ Oder aber auch ein Tütchen mit Hundekot, das jemand in einem öffentlichen Mülleimer entsorgt, sagt Michalski. (df)

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