Extreme Trockenheit: Warnungen vor sehr hoher Waldbrandgefahr

Am Dienstag gilt in einigen Landesteilen Waldbrandstufe 5

Extreme Trockenheit: Warnungen vor sehr hoher Waldbrandgefahr

Es ist heiß, kein Regen ist in Sicht, die Böden sind ausgetrocknet. Die Folge: Die Gefahr vor Waldbränden ist derzeit extrem hoch. Für Dienstag (19. Juli) meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für einige Landesteile sogar die höchste Gefahrenstufe 5.

So hatte die Feuerwehr Wiesbaden bereits am Sonntag etliche Brände wegen der anhaltenden Trockenheit zu bekämpfen: Eine Hecke ist beim Grillen in Flammen aufgegangen, bei Bierstadt ist ein Traktor samt seiner Ladung – sechs Heuballen – in Brand geraten (wir berichteten). Auf öffentlichen Grillplätzen ist das Grillen in Wiesbaden schon seit einer Woche komplett verboten.

Laut DWD herrscht auch in fast ganz Rheinland-Pfalz derzeit die zweithöchste Waldbrandstufe (4). „Unsere Böden sind extrem ausgetrocknet, die Vitalität unserer Wälder leidet und die Waldbrandgefahr ist extrem hoch“, warnt etwa Landesforsten Rheinland-Pfalz. Klimaschutzministerin Katrin Eder (Grüne) ruft dazu auf, „besonders umsichtig zu sein, kein offenes Feuer im Wald oder am Waldrand zu machen“. Wer einen Brand oder Rauchentwicklung bemerkt, soll sofort die Feuerwehr rufen. Dabei hilft den Rettungskräften und Feuerwehren die Nummer des nächstgelegenen Rettungspunkts, um die Stelle schnell zu finden. Das sind grüne Schilder mit einem weißen Kreuz, unter welchem eine Nummer steht.

Damit die Einsatzkräfte schnell vor Ort sein können, dürfen Wege nicht zugeparkt werden. Prinzipiell ist Parken nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen erlaubt, da sich trockenes Gras durch heiße Katalysatoren schnell entzünden kann, teilt das Klimaschutzministerium mit. Demnach seien reine Nadelwälder am ehesten von Waldbränden betroffen, da sowohl die in den Nadeln enthaltenen Öle als auch Harz wie Brandbeschleuniger wirken können. Jedoch habe es in den vergangenen Jahren in Rheinland-Pfalz keine großflächigen Waldbrände gegeben.

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