Luxus-Fleisch mit Fliegen-Larven übersät: Metzgerei darf aber weiter öffnen

Fleisch wurde sichergestellt

Luxus-Fleisch mit Fliegen-Larven übersät: Metzgerei darf aber weiter öffnen

Ekel-Fund in einer Metzgerei in Frankfurt: Dort entdeckten Lebensmittelkontrolleure des Ordnungsamtes am Mittwoch Hunderte Maden im sogenannten Dry-Aged-Beef, also trocken gereiftem Rindfleisch.

Wie die Stadt Frankfurt angibt, waren die Bilder, die sich den Kontrolleuren dort boten, selbst für gestandene Bedienstete nicht alltäglich. Bereits am 29. Juni war die Metzgerei kontrolliert worden. Auch damals entdeckten die Mitarbeiter der Stadt augenscheinlich verdorbenes Dry-Aged-Roastbeef. Der betroffene und zum Verkauf bestimmte Rinderrücken wurde deshalb umgehend sichergestellt.

Zusätzlich ordneten die Kontrolleure wegen allgemein unhygienischer Zustände und Mäusebefalls die amtliche Schließung der Metzgerei an. Bei einer Nachkontrolle am 1. Juli dann konnte der Betrieb nach Behebung der hygienischen Mängel und des Mäusebefalls wieder öffnen. Nun wurde das zum Verkauf stehende Dry-Aged-Beef abermals untersucht. Hierbei stellten die Kontrolleure einen akuten Befall mit Fliegenlarven in den Rinderrücken fest. Insgesamt 39 Rinderrücken wurden sichergestellt. Die rund 800 Kilogramm Fleisch werden nun auf Kosten der Metzgerei entsorgt.

Gegen den Betreiber wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Für eine amtliche Betriebsschließung reichte die alleinige Feststellung des „nicht verzehrfähigen“ Fleisches jedoch nicht aus, da die hygienischen Zustände im Betrieb ansonsten beanstandungsfrei waren. Die Stadt Frankfurt kündigte nun weitere, engmaschige Betriebskontrollen an.

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