EU-Studie: Mainz in Top 15 der Kiffer-Städte in Europa

Eine neue EU-Studie zum Drogenkonsum zeigt: Mainz gehört zu den Top 15 der europäischen Städte mit dem höchsten Cannabis-Verbrauch. Die Daten stammen aus dem Abwasser.

EU-Studie: Mainz in Top 15 der Kiffer-Städte in Europa

Mainz gehört laut einer neuen EU-Studie zu den 15 europäischen Städten mit dem höchsten Cannabis-Konsum. Das geht aus einer regelmäßigen Untersuchung der Drogenbeobachtungsstelle der Europäischen Union (EUDA) hervor, die das Abwasser in rund 115 Städten analysiert.

In der Rangliste der Städte mit dem höchsten Cannabis-Konsum landet Mainz auf dem 15. Platz. Laut der Studie liegt der Wert bei 130,6 Milligramm des Cannabis-Abbauprodukts THC-COOH pro 1000 Personen pro Tag. Zum Vergleich: Die deutsche Hauptstadt Berlin, die auf dem vierten Platz landet, kommt auf einen Wert von 172 Milligramm, Frankfurt kommt mit rund 150 Milligramm auf Platz 9. Europaweit auf Platz 1 liegt Genf, gefolgt von Amsterdam und Erfurt.

Europaweite Unterschiede im Drogenkonsum

Für die Studie analysieren Forscher das kommunale Abwasser, um Rückstände von Drogen und deren Abbauprodukten zu messen. Aus den Konzentrationen lässt sich der Konsum in der Bevölkerung der jeweiligen Stadt schätzen. Die aktuelle Untersuchung umfasste Proben aus dem Jahr 2025.

Außer Cannabis wurden auch die Rückstände von Kokain, Amphetamin, Methamphetamin, MDMA und Ketamin untersucht. Die Studie zeigt deutliche geografische Unterschiede beim Drogenkonsum in Europa. Während der Kokain- und Ketaminkonsum europaweit anstieg, sank der Verbrauch von MDMA. Bei Amphetamin und Methamphetamin gab es kaum Veränderungen.

Insgesamt blieb der Konsum von Cannabis in den europäischen Städten im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die höchsten Werte wurden in Städten in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien gemessen.