Um die Drogen-Dealer in die Schranken zu weisen, hat die Mainzer Polizei kürzlich angekündigt, ihre Kontrollen in der Kaiserstraße und der näheren Umgebung zu intensivieren (wir berichteten). Zuletzt hatte das zuständige Fachkommissariat die kriminellen Strukturen auf der „Haschwiese“ weiter aufgedeckt. Doch wie reagieren die Dealer, um den Kontrollen der Polizei zu entgehen?
Die Taktik der Dealer
Leser Maxi hat zuletzt beobachtet, dass die Dealer an der Ecke Zanggasse/Kaiserstraße in Gruppen von bis zu zehn Leuten mit Pfeiflauten kommunizieren, um sich so gegebenenfalls zu warnen. Für die Polizei ist das jedoch offenbar kein neues Phänomen. So teilt das Mainzer Fachkommissariat mit, dass die Rauschgift-Szene ihr Verhalten auf den erhöhten Kontrolldruck anpasst. „Dazu zählen auch sogenannte Späher, die ihre Umgebung nach zivilen und uniformierten Kräften der Polizeibehörden abscannen.“ Damit würden sie versuchen, sich gegenseitig vor den Kontrollen der Polizei zu warnen. Zudem würden sie damit verhindern wollen, ihre Verstecke für die Drogen zu verraten.
Wie das Fachkommissariat angibt, beobachte man bei den zivilen Kontrollen rund um die Parkanlage in der Kaiserstraße nicht nur einzelne Dealer. So böten diese teilweise auch in Kleingruppen ihre Drogen an. „Revierkämpfe unter Gruppen konnten bisher nicht beobachtet werden.“ Doch handelt es sich bei den Dealern auf der „Haschwiese“ um Kleinkriminelle oder stecken doch größere Strukturen dahinter?
Wie die Polizei angibt, sei die Rauschgiftkriminalität sehr vielschichtig. „Eine allgemeine Aussage, ob es sich in Einzelfällen um Kleinkriminalität handelt oder eine organisatorische Tiefe dahintersteht, lässt sich pauschal nicht treffen.“