Der Wildpark Gonsenheim appelliert eindringlich an seine Besucher, sich an die Fütterungsregeln zu halten. Wie die Stadtverwaltung Mainz mitteilt, sind aktuell mehrere Tiere schwer erkrankt, weil sie von Besuchern mit ungeeignetem Futter gefüttert wurden.
Betroffen von den Erkrankungen sind Ziegen, Mufflons sowie Rot- und Damwild. Laut der Mitteilung kommt es trotz Hinweisschildern immer wieder zu verbotenen Fütterungen. Alle Tiere im Wildpark haben individuell abgestimmte Futterpläne, die sich an Gesundheitszustand, Alter und körperlicher Verfassung orientieren. Zusätzliche oder ungeeignete Nahrung kann dieses Gleichgewicht stören und zu schweren Erkrankungen führen.
Falsches Futter kann tödlich sein
Um die Tiere zu schützen, ist ausschließlich das Futter aus den bereitgestellten Automaten erlaubt. Sind diese leer, wurde die vorgesehene Tagesration bereits verfüttert. Der Wildpark weist darauf hin, dass ein Nachfüttern mit anderen Pflanzen oder Lebensmitteln ausdrücklich nicht erwünscht ist. Auch die Pflanzen in und um den Wildpark sind teilweise giftig und dürfen keinesfalls an die Tiere verfüttert werden.
Revierleiterin Jaimie Lau kennt die Rechtfertigungen mancher Besucher. Sie höre wiederholt die Aussage „es sind doch nur ein paar Karotten“ oder „Gras fressen sie auch im Gehege“. Das Problem sei die Menge, wenn viele Besucher so denken, besonders an Wochenenden. Lau warnt zudem eindringlich vor dem Verfüttern von Gras aus der Umgebung des Parks: „Das Gras ist im Umkreis des Wildparkes stark von Hundekot und -urin belastet. Selbst wenn die Hundehaufen aufgesammelt werden, bleiben Rückstände im Gras, was zu schweren Erkrankungen der Tiere führt.“ Außerdem könnten Besucher giftige Pflanzen zwischen den Gräsern nicht erkennen.
Appell der Parkleitung
Abteilungsleiter Norbert Rudloff betont: „Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher:innen und möchten allen einen schönen Aufenthalt ermöglichen. Gleichzeitig hat das Wohl unserer Tiere für uns höchste Priorität. Daher müssen wir konsequent auf das Fehlverhalten hinweisen.“
Wer den Wildpark unterstützen möchte, kann Futterspenden wie Obst und Gemüse am Minizoo in einem dafür vorgesehenen Fach abgeben. Wichtig ist, dass die Spenden nicht verschimmelt oder verdorben sind. Das Team verfüttert diese dann im Rahmen der täglichen Futterpläne. Brot und andere Backwaren werden hingegen nicht mehr angenommen, da sie den Tieren schaden und die Wildschweine, an die es früher verfüttert wurde, nicht mehr im Park leben.