Autoreifen, Möbel, Masken: Mainzer sammeln tonnenweise Müll ein

Am Samstag waren die Menschen deutschlandweit zum Müllsammeln aufgerufen. In Mainz gab es doppelt so viele Anmeldungen wie vor zwei Jahren.

Autoreifen, Möbel, Masken: Mainzer sammeln tonnenweise Müll ein

Tonnen an Abfall haben die Mainzer am Wochenende von den Straßen aufgesammelt, aus Gebüschen gezogen und aus Ecken entsorgt. Die Stadt hatte am Samstagvormittag zum Dreck-Weg-Tag aufgerufen, bei dem Mainz jährlich von Müll befreit werden soll.

So wurden allein im Naturschutzgebiet am Mombacher Rheinufer sechs bis sieben Pkw-Anhänger voll Müll gesammelt: „Wir mussten ein Trampolin entsorgen, das der letzte Sturm auf unsere Storchenwiesen geweht hatte, mehrere Zementsäcke, die feucht geworden und zusammengebacken waren“, berichtet Jürgen Weidmann vom Arbeitskreis (AK) Umwelt Mombach. Auch einige alte Rasenmäher, eine Reihe alter Küchenschränke, Trockengestelle für Wäsche, säckeweise Wodka- und Schnapsflaschen räumten die 12 bis 15 Freiwilligen weg. „Es ist unglaublich, was wir alles gefunden haben.“

Mehrere Tausend freiwillige Müllsammler

Laut SWR hatten sich in diesem Jahr doppelt so viele Mainzer angemeldet wie noch vor zwei Jahren: 5000 Kinder und Jugendliche sowie 1000 Erwachsene. Hinzu kamen diejenigen, die ohne offizielle Anmeldung mitmachten. Die Stadt Mainz hatte zum Sammeln orangefarbene Müllsäcke zur Verfügung gestellt, die anschließend an den Mülltonnen-Standplätzen der Privatgrundstücke abgestellt werden konnten, wo sie von der Stadt abgeholt und entsorgt wurden. In der Woche zuvor hatte zudem die „Junior-Dreck-weg-Woche“ für Kindertagesstätten, Schulen und Jugendgruppen stattgefunden. In Mainz wird der Dreck-Weg-Tag seit nunmehr 22 Jahren durchgeführt, geplant und organisiert vom Entsorgungsbetrieb.

„Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz reinigt regelmäßig alle Flächen, die der öffentlichen Reinigungspflicht unterliegen“, hieß es im Vorfeld. „Aber es gibt auch noch andere Flächen, für die er nicht zuständig ist und die verdreckt sein können.“ Während der Pandemie habe vor allem die Verschmutzung am Rheinufer und in den Grünanlagen zugenommen. Außer Masken würden Pizzakartons und Getränkedosen inzwischen einen Großteil des Mülls ausmachen, so die Stadt.

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